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Anschriften in OS .

Adressen in Giesmannsdorf,Oppeln,Neiße,Beuthen

August Berg, Oppeln. Poschstr.Adressbuch Oppeln 1899August Berg, Oppeln. Poschstr.Adressbuch Oppeln 1899

 August Berg,Postschaffner Porschstr.21, Oppeln.Adressbuch 1899, einziger Berg.

 

 

 

 

 

Adressbuch  Oppeln 1909

August  Berg, Postschaffner  Sternstr.12, die anderen  sind  eingewandert aus Posen und keine Oberschlesier, hatten auch nichts mit uns zu tun, diese stehen ab 1936 nicht mehr im Oppelner Adressbuch .

 

 

Berg Anschrift bei Amand Brettschneider ,Giesmannsdorf 14.Korbmacher und HausbesitzerBerg Anschrift bei Amand Brettschneider ,Giesmannsdorf 14.Korbmacher und Hausbesitzer

August und Theresia Berg , Giesmannsdorf  Nr.14 im Kreis Neisse bei Korbmacher und Hausbesitzer ,Amand Brettschneider . Gemeinde-Vorsteher in Giesmannsdorf 1884

 

Anna Meyer, Witwe des Ober - Postschaffners, Neisse OS. AB-1912Anna Meyer, Witwe des Ober - Postschaffners, Neisse OS. AB-1912

 Anna Meyer in Neisse 1912/13

 


 

 Adressbuch Oppeln OS: 1934

Unsere

Familie Berg  früher aus Heinersdorf und Giesmannsdorf

1.Anna Berg,Stütze,Sternstr 12

2.August Berg, Oberpostschaffner.Sternstr 12

3.Joseph Berg,Rcheisbahn Insp. Gustav-Freitag Str.35

4.Kurt Berg, Kaufmann,Bäckeriinhaber,Bismarck 9

5.Martha Berg,Außwärterin,Sternstr.12

6.Paul Berg,Postassistent,Vogt Str.35a

7. Rudolf Berg, Handlungsgeh. Vogt Str.35a

 

 

 

 

Kurze Barzdorfer Vorgeschichte

Wrocavius ( ab 1743  auch Breslau genannt )  , schon hochbetagt , stirbt jedenfalls nach 1266 . Im diesem Jahre nämlich geht die obere Gerichtsbarkeit von Bertoldi Villa / und wohl auch von Buchwaldsdorf / an den Vogt von Weidenau über. Er hat die Pflicht , den mit der niederen Gerichtsbarkeit  im Dorfe betrauten Scholzen , den Inhaber der an der Spielberglehne liegenden Schölzerei , und des Kretschmans , dreimal im Jahre zum Landgericht nach Weidenau (  jetzt Vidnava in Tschechien  ) zu Landen , wo die Kapitalvergehen abgeurteilt wurden . Der Dorfscholze hatte die Ordnung im Dorfe aufrechtzuerhalten und genoss in seiner Eigenschaft als Dorfrichter und Polizist das Recht des Getränkeausschankes am Oberhof - Kretscham und Zehntfreiheit für sein Kretschamgut . Damals musste der Weidenauer Vogt bei den Dorfgerichten anwesend sein und während der Gerichtstage in der Schölzerei oder Scholtisei kostenlos verpflegt werden . Von den Gerichtseinkünften aus  dem Obergericht bezog der Vogt den drittel Teil , während zwei Drittel an den Bischof abzugeben waren . Er genoss überdies auf unserer Feldflur freies Jagd und Weide , mit die verhasstesten Zugeständnisse , zu denen sich unsere Bauern verstehen wussten .

1217 wird in Schlesien schon Sommersaat und Wintersaat unterschieden . Die Bodenbearbeitung geschieht mit einfachen Geräten und ist doppelt mühsam . Gebaut wurde hauptsächlich Getreide nach dem Dreifeldersystem , d.h. auf Brache erfolgte der Anbau von Wintergetreide , dem in nächsten Jahre Sommergetreide folgte . Daneben war auch die Flachs -, und Hanf-Hirse und Rapskultur verbreitet . Der Flachs wurde von den Bäuerinnen selbst im Haus versponnen , aus den Raps gawann man mittels Ölzeugen / Ölmühlen / Rapsöl . Der Anbau von Klee , Kartoffeln und Rüben wird erst seit dem Ende des 18 . Jahrhunderts bei uns in Oberschlesien bekannt . ( In Preußen - Schlesien erst um 1787 ).  Der Hopfen , und Weinbau, welcher um 1271 bei Tannenberg und Weidenau betrieben wurde , könnte auch bei uns im Fürstentum Neisse eine untergeordnete Rolle gespielt haben .  Tatsache ist, dass unser Dorf noch 1836  / nach Faustin Enns / einen bedeutenden Weinhandel nach preussisch Schlesien unterhielt . Bei Abtragung des Kretschams / der Schölzerei / im Jahre 1913/14 konnte sich der Schreiber dieser Zeilen von den ausgedehnten Weinkellereien , die stollenartig weit in den Berg getrieben waren , selbst überzeugen . Einzelne Kellerstellen enthielten in geistlichen Abzweigungen Gefängniszellen , in denen die vom Scholzen zu Gefängnis verurteilten vorübergehend untergebracht wurden . Die Viehzucht war damals so wichtig wie vor 1945 , Rinder, Schafe und Schweine bilden einen wesentlichen  Bestandteil des bäuerlichen Vermögens.

1300 war Barzdorf die ansehnlichste Landgemeinde in Jauerniger Bezirk . 100 Jahre später haben sich die Verhältnisse noch nicht verändert . Die folgende Übersicht  ersetzt eine Beschreibung .

Die angegebenen Hufen sind lebende , d.h. ihrer Ertragfähigkeit nach vollem Grundzins belastete , die toten Huben , deren Anzahl im Laufe der Jahrhunderte von 10 - 20 schwankte und die sich für zwei Jahrhunderte nicht einwandfrei feststellen lassen können , waren als wenig ertragreich , unfruchtbare Grundstücke nur mit dem halben Grundzins besteuert . Eine Abnahme der Bauernstellen bei gleichbleibender Hufenzahl bedeutet das Auftreten  von " Wüstungen " durch Abwandern von Bauern oder die Erweiterung und Zusammenlegung bestehender Stellen . Das plötzliche Sinken der Bauernzahl um 1548 ist zweifellos der Ubergunst des 30 Jährigen Krieges  ( auch Pest und Überschwemmungen ) zuzuschreiben . Es blieben  verwüstete Güter unbewohnt ,unbebaut liegen , die verarmten Bauern scheuten sich vor dem Wiederaufbau ihrer Erbhöfe und wanderten teilweise aus .

 Des Interesses halber für unsere Familie Berg , seien einige der ersten erhaltenen  Johannesberger Rechnungsbücher und Grundbücher ab den Jahr 1585 der genannten Urbauern in Barzdorf-Heinersdorf waren zum Teil alte Ritter ( Roßgeld-Pflichtige) namentlich angeführt .

44 Huben 4 ½, ausser den toten . Pfarrer 1 Hub . Fürstliche Gnaden zum Vorwerk 5 Hub, Wenzel Sagk 1 Hub und 9 Rut, seine Untertanen 3 ½ Hub .

Ritter  und Freigüter 1585 Barzdorf 

Hans Berg   1 Hub , 16 Groschen Roßgeld, Mathes Schmidt  2 Hub und 3 Rut dazu 1 Thaler und 5 gr.Roßgeld  ,Zinshafte Huben  sind 28 und 4½ Rut. Jede Hube zahlt 34 gr.Zins von den toten Ruten 6 Thaler 17 gr. Getreidezins des Dorfes 7 Malter,7 Scheffel , 3 Viertel , 1 Matzen Korn und ebensoviel Gerste .Jede Hube 1 Henne .Müller und Jakob Krause 1 Paar Kapauner , jede Hube 24 Eier .

Bauern  1585 in Barzdorf

Paul Ziegler 1 Hub 3 Rut , Georg Beugl 1 Hub, Hans Krause 1 Hub , Michael Berg  4 Rut in Heinersdorf, Michael Gerster 9 Rut, Melchior Kern 4 Rut, Bartel Hübner 4 Rut , Joachim Ortel ( Ertelt) 4 Rut, Walter Menzel 4 Rut, Nikolaus Böse 4 Rut, Merten Lucas ( Erbmüller ) 4 Rut ,  Peter Oertel 3 ½ Rut, Joachim Kolbe 4 Rut , Hans Henlein  2 ½ Rut , Merten Müller 2 ½ Rut , Hans Kern 3 Rut, Peter Grützner in Heinersdorf 3 ½ Rut, Merten Philipp ( Filpe )  4 Rut, Elias Andreas 2 Rut , Mathes Philipp 2 Rut, Andreas Mücke 2 Rut , Walter Berg 3 Rut ,  Hans Möller 5 Rut , Jakob Schnabel  2 ½ Rut, Hans Hübner 2 ½ Rut , Christoph Beigwitz ½ Rut , Walter Lucas 6 Rut , Lorenz Bergmann ( Lehrer und Schulmeister ) 3 ½ Rut, Hans Walter  4 Rut , Marten Wolf 8 Rut , Michael Scheigel 4 Rut, Martin Böse 4 ½ Rut, Kasper Bauch 4 Rut, Martin Meier 2 ½ Rut , Hans Grüner 4 Rut , Markus Weidner 6 Rut, Martin  Drechsler 1 Hube, Balzer Knote 4 Rut ,Jakob Wetzler 3 ½ Rut, Martin Reinold 2 ½ Rut , Georg Friegk 5 Rut, Andreas Lux ( Luks) 2 ½ Rut, Andreas Aue 8 Rut, Andreas Cunrat 11 ½ Rut, Georg Lucas 8 Rut, Joachim Lucas 9 Rut, Paul Aue 7 Rut, Sebastian Berg 7 Rut , Walter Beier 4 Rut, keine Hofarbeit zahlt 1 Thaler. 

Im ganzen 65 :  Bemerkenswert ist , das nicht ein slawischer Name aufscheint  .

Um 1300 stehen schon bei uns unter den ländlichen Erwerbsquellen Ackerbau und Viehzucht obenan . Im Charakter als Bauerndorf hat die Gemeinde bis auf den Tag der Latzel,schen Zuckerfabrik  es gewahrt

Im Vergleich zur Landwirtschaft treten Gewerbe und Handel in den Hintergrund . Die nötigen Handwerke / Wegener ,Schmied,Schneider/ sind natürlich vorhanden . Schänke, Backbank und Mühle zu 4 Rädern haften als Gerechtsame auf der Scholtisei, die der Hoflehrer selbst innehat oder an einem Bauern/Scholzen/ vergibt .

 

Barzdorf - Heinersdorf Kirsche Kr.Neisse Oberschlesien

Kirche Barzdorf OberschlesienKirche Barzdorf Oberschlesien

 1666 . Kirchenvisitattion . Die ältere  stand noch immer  noch immer nicht geweiht , der Turm hat nur 2 Glocken. Der Pfarrer Adam Kauling hält jeden dritten Sonntag Gottesdienst in Heinersdorf . Die Kirchweih wird am Sonntag  nach St.Michael , also Anfang Oktober , gefeiert . Hans Berg aus Heinersdorf wurde als Kirchenvater schon zwischen 1604 und 1612 erwähnt.

1713 , brechen unter Pfarrer Johann Josef Just Krankheiten aus ,welche Veranlassung gaben, das die überlebenden Kirchkinder das Fest Kreuzerhöhung am 14 . September als Busstag angelobten .Dieser Ortsfeisertag, der " kalte Tag " , ist also ein Denkfest für die Befreiung von der Pest . Alle Arbeiten ruhen, kein Feuer wird gemacht , keine warmen Speisen genossen , die Ortsgrenze Bardorf - Buchsdorf ( Buxdorf ) soll nicht überschritten werden .Gelöbnisamt , Prozession zur Buchsdorfer Kapelle , nachmittag hl. Segen und Opfergang in der Kirche .

1782 . wurde Heinersdorf zu Preussen geschlagen , von Barzdorf ausgepfarrt . Daher wird Ober Hermsdorf der Barzdorfer Pfarre zugewisen .

Ab 1782 .Begann das eigene Kirchenspiel zu  Heinersdorf jetzt in Preußen .  Im Pfarrbuch aus dem Jahre 1748 werden u.a. die Heinersdorfer Gemeindemitglieder genannt, Georg Berg,Michael Berg und Anton Berg ( erster Kirchenvater von Ort ) erwähnt.

Pfarrbuch . Barzdorf - Heinersdorf 1748Pfarrbuch . Barzdorf - Heinersdorf 1748

 

Die Heinersdorfer u.a. Georg Berg, Michael Berg Kirche BarzdorfDie Heinersdorfer u.a. Georg Berg, Michael Berg Kirche Barzdorf

 

 

 Familie Latzel zu Barzdorf ( Österreich - Schlesien )

 

Familie Latzel, Barzdorf - SchlesienFamilie Latzel, Barzdorf - Schlesien

Martin Latzel 18.11.1670 .BarzdorfMartin Latzel 18.11.1670 .Barzdorf

 

Am 18.11.1670 bestätigt der Breslauer Bischof in Ober und Nieder-Schlesien zu Neiße  im Auftrag von Sebastian Rostock ( Erzpriester ) , den Verkauf eines  Feldes  zu Barzdorf an Merten Latzel .Zeugen , Hauptmann Magnus Jerin,Friedrich Jüttner .

Am 01.07.1836 erwirbt Josef Latzel auch den Freihofbesitz ( Oberhof ) , in dessen Familie er bis zur Vertreibung verblieb. 1840 entschließt sich der Gutsherr  des Oberhofes zur Errichtung einer Spiritusbrennerei und gibt damit den Anstoß zur Weiterentwicklung der hiesigen Landwirtschaftlichen Industrie , für die in  der Gemeinde die Voraussetzungen gegeben waren und die bald Blüten treiben sollte . Nachdem in den 20-iger Jahren  endlich die Befriedung des österreichischen Staatswesens gelungen war und  die Wirtschaft sich langsam erholte , unterbrach  diese Ruhe plötzlich die 1848 Revolution  unsere Heimat , die von der gewaltigen Bewegung  jener Zeit verschont blieb , nahm Anteil an den errungenen Freiheiten , die in seiner Änderung der Verfassung  , der Verwaltung  und Rechtspflege zum Ausdrucke kamen. Jede Art von Leibeigenschaft , Untertänigkeit und Hörigkeit hörte auf .In den neugeschaffenen  Wiener Reichsrat wird Gutsbesitzer Josef Latzel als Abgeordneter entsendet . Als solcher befreundet er sich mit dem nachmaligen Finanzminister Dr. Brestl und Herrn Eduard Siegl aus Mähr.Schönberg , die , als die Gegenpartei der Revolution erstarkte, froh waren , unter politischer Aufsicht in Barzdorf ihr Dasein fristen zu können. 1849 raffre die Cholera viele  Einwohner Barzdorfs , darunter auch die Gattin Josef Latzels hinweg .1850 gründen die Glieder der Familie Josef Latzel / Oberhof / die Barzdorfer Zuckerfabrik als Familiengesellschaft ( Josef Latzel & Co . ) , die hauptsächlich für die eingeführte Zuckerrübenkultur ( Schlesische Rübe ) Absatz schaffen sollte .

Zuckerfabrik Latzel in BarzdorfZuckerfabrik Latzel in Barzdorf

 

Das Werk wird 1852 in Betrieb genommen und jährlich gegen 600.000 Zentner Zuckerrüben verarbeitet , in der Kampagne konnten gegen 250 Arbeiter beschäftigt werden . Die Gesellschaft wurde später veraktioniert / Barzdorfer Zuckerfabriks - A.G : , ihr Betrieb musste 1903 wegen Unrentabilität stillgelegt werden . Am 09 März 1928 brannte das als Magazin in Versendung stehende Fabrikgebäude nieder.

Latzels Zuckerfabrik in BarzdorfLatzels Zuckerfabrik in Barzdorf

 

 

 

 

 

 

Latzels Zuckerfabrik nach dem Unglück

 

 

 

 

 

 

1862 wurde von Zuckerfabrikdirektor Eduard Siegl der Gesang - und Musikverein " Lyra " ins Leben gerufen .  1863 folgte Albert Michler in Buchsdorf mit der Errichtung einer Likör und Essigerzeugung , neben der später errichteten Bude,schen Spiritusbrennerei stand und erst 1910 in einem besonderen Objekte untergebracht wurde , Bekannt wurde die Firma Albert Michler und die Einführung des beliebten  Buchsdorfer Kräuterbitter  ( heute noch in Österreich  und weltweit unter der Marke " Albert Michlers , Austrian Empire Navy Rum " erhältlich ).

 

 Albert Michler Buchsdorf  ( Österreich Schlesien / ab 1946 Tschechien )

 

 Der Grenzverkehr zwischen Österreich Schlesien und Deutsch/ Oberschlesien 

Bahnhof HeinersdorfBahnhof Heinersdorf 

Heinersdorf , Bahnhof ( Preußen Schlesen )

 1864 wird das Post und Telegraphenamt errichtet . Der Postverkehr bestand  vordem nur in der Einsammlung und Bestellung von gewöhnlichen Briefen , die mit Botenfahrt im Pendelverkehr  zwischen Jauernig und Weidenau in Österreich - Schlesien befördert wurden . Die eingelangten Pakete mussten sich die Parteien in Jauernig abholen

Postkutsche zwischen Barzdorf und Jauernig in OberschlesienPostkutsche zwischen Barzdorf und Jauernig in Oberschlesien

 

Postkutsche zwischen Jauernig ( Johannesberg ) und Barzdorf in Oberschlesien 

Den Personaltransporte besorgte ein Eilpostwagen , der täglich einmal zwischen Jauernig und Zuckmantel verkehrte .

Ottmachau,BahnhofOttmachau,Bahnhof

 

Ottmachau ,Bahnhof ( Preussen Schlesien )

Bahnhof Jauernig ,OberschlesienBahnhof Jauernig ,Oberschlesien

 

Jauernig , Bahnhof ( Österreich Schlesien )

Fahrkarte. Ottmachau - Jauernig über Heinersdorf. Grenzverkehr in OberschlesienFahrkarte. Ottmachau - Jauernig über Heinersdorf. Grenzverkehr in Oberschlesien

 

 

 

Am 02.07.1896 wurde die neu ausgebaute Eisenbahnstrecke Nieder Lindewiese - Barzdorf - Heinersdorf dem Verkehr übergeben. Damit einen die idyllischen  Fahrten der Postkutsche durch das stille Landdorf . Die Eisenbahn  bedeutete eube führende Belebung von Verkehr , Handel und Industrie . Die wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen  des sich mehr und mehr belebenden Eisenbahnverkehre  sind nicht zu verkennen . 

 

 

 

 

 

 

Bahnhof BarzdorfBahnhof Barzdorf

 Barzdorf, Bahnhof ( Österreich Schlesien )

  

Mühle Latzel Barzdorf - SchlesienMühle Latzel Barzdorf - Schlesien

 

 

 

 

Am 06.08.1897 wurde die ca. 5 km lange Lokalbahn Barzdorf - Jauernig dem Verkehr übergeben. Im gleichen Jahre erfolgte die Erbauung des fürstbischöflichen Sägewerks in Heinersdorf , das viele Barzdorfer Arbeitskräfte beschäftigen konnte . Es wurde ihm 1906 eine Holzschleiferei angegliedert , welche 1919 abbrannte und nicht wieder in Betrieb gesetzt wurd!e .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Gefallenendenkmal BarzdorfGefallenendenkmal Barzdorf

 26.07.1914  Kriegserklärung an Serbien. 17 Männer aus Berzdorfer Kirchenspiel marschieren bei klingenden Spiele zum Bahnhof , um gegen den Feind zu ziehen. 31.07.Allgemeine  Mobilisierung . Um 1/26 Uhr abends kam ein Bote im Auto von der Bezirkshauptmannschaft und überbrachte die Kunde .  Tiachler Ansicht hat Alarm geblasen . Landstürmer  kamen herbei, die Kundmachung wurde verlesen . Alle von 19 .-bis 42 Jahre mußten anrücken.

02.08.1914 . Deutschland mobilisiert allgemein und gibt dies in Heinersdorf durch Abblasen der Lokomotivpfeife bekannt .  04.08.1914 . Spione durchziehen das Land . Auf ein Telegramm von Jauernig werden hier die Strassen mit Wagen verstellt .  Beim Schillerstein stellten sich gegen 30 bewaffnete Männer auf ,um eventuell ein Auto abzufangen . Die Strasse Barzdorf - Heinersdorf war durch eine Kette gesperrt . Die Frauen werden über die Aufgaben des " roten Kreuzes " unterrichtet , es finden für dasselbe Kirchen - und Haussammlungen  statt / 341 Kronen / . Es wird für Weihnachtsgeschenke an die Soldaten im Felde gesammelt , abendliche Kriegandachten finden statt .Musterung der Jahrgänge 1879 -1890 . 51 Mann werden gehalten . Einige Kommissäre hielten Getreidevorräte und Viehbestand der Landwirte in Evidenz und durften Verkäufe an Getreide und Vieh nur über den zuständigen Kommissär erfolgen .

Einzelheiten .

19.04.1915. Die Haushaltungen müssen in einigen Bekenntnissen die etwaigen Vorräte sowie die Zahl der zu Verköstigenden angeben , da das Brot zugeteilt werden soll

Lebensmittelkarten in Barzdorf 1915-1918 Lebensmittelkarten in Barzdorf 1915-1918

Brotkarten 1915-1918Brotkarten 1915-1918

 

 

 

 

 

 

 

Barzdorf -Oberschlesien -Österreich SchlesienBarzdorf -Oberschlesien -Österreich Schlesien

 

 1897 herrschte in Barzdorf und Heinersdorf eine große Kindersterblichkeit , von 121 Toten waren  78 Kinder. Am 06.05.1899 ereignete sich ein merkwürdiges und furchtbares Explosionsunglück , das weit über die Grenzen von Barzdorf über die Grenze bis nach Deutschland Aufsehen erregte . Das damalige Bahnwächterhaus neben dem Stationsgebäude wurde in den Abendstunden durch eine Explosion teilweise in Trümmer erlegt . Die Giebelwände wurden seitlich herausgetrieben und aufs Feld geschleudert . Die Innenwände der Wohnungen fielen zusammen und häuften sich im Kellerraum des Hauses zu Schutt und Trümmern auf . Der in ersten Stocke wohnende Bahnmeister , der eben der Ruhe auf seinen Diwan pflegte , flog samt seiner Sitzgelegenheit in weiten Bogen auf das angrenzende Feld , ohne Schaden zu nehmen . Hingegen wurde der im Erdgeschoss wohnende Streckengeher  Anton Broisig warscheinlich durch die herabstürzenden Decken und Mauertrümmer  erdrückt und konnte nur sterbend geborgen werden . Die Ursache des Unglücks ließ sich nicht zweifelsfrei feststellen . Die Gattin  des so tragisch ums Leben gekommenen erzählte , das sie etwa 14 Tage vor der Explosion in düsterem Keööerraum durch die Latten  des verschlossenen Kohlenverschlages ein Licht schimmern sah . Durch diese Erscheinung  geänstigt , verließ sie fluchtartig den Keller , um ihn bis zum Unglückstage nicht mehr zu betreten . Die Vermutung lag nahe , das es sich um Gruben oder Sumpfgas handelte , welches auch zum Auftreten von  Irrlichtern in Sdumpf und Moor Anlaß gibt . Die Explosion  könnte  durch das Entzünden eines Streichholzes ausgelöst sein .

 

Zeppelin über Barzdorf-Heinersdorf ,Oberschlesien Österreich-DeutschlandZeppelin über Barzdorf-Heinersdorf ,Oberschlesien Österreich-Deutschland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Zeppelin über Barzdorf und Heinersdorf 

 5.Juli 1931

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeppelin über JauernigZeppelin über Jauernig

Zeppelin auch über Jauernig 05.07.1931

Barzdorf ,Österreich SchlesienBarzdorf ,Österreich Schlesien

 

 1892 errichteten die Herren Julius Huch und Baumeister Morawetz aus Patschkau Oberschlesien , die Zündwarenfabrik an der Strasse nach Jauernig . Ein Nebengebäude der Fabrik wird am 10.02.1897 ein Raub der Flammen . 1904 geht das Werk an die " Solo " A.G. über , die in der Hochkonjuktur 100 -200 Arbeiter beschäftigen konnte . Damit wird die Fabrik zu einem nicht unwesentlichen Faktor im  wirtschaftlichen und sozialen Leben der Gemeinde . Am 26.11.1906 brannte das Fabrikmagazin , eine Woche später , am 02.12 ., das Dach und der Schachtelsaal im 1.Stock des mittleren Gebäude ab . 1927 ging das Objekt an die Herren Haak und Christ über . Die neue Firma " Bonus " nahm die Erzeugung von Putz - und Waschmittel und später von Parketten auf und erbaute im Jahre 1930 das Schleppbahngeleise zur hiessigen Bahnstation . Am 5. März 1930 fiel der  mittlere Trakt mit der Putzmittelabteilung einem Schadenfeuer zum Opfer . Seither war die Fabrikation von Putzmitteln  eingestellt .

 

Banus Banus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Barzdorf, Gasthaus mit Kegelbahn ElsnerBarzdorf, Gasthaus mit Kegelbahn Elsner

 

 

 Barzdorf,Jauernig SchlesienBarzdorf,Jauernig Schlesien