Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.


ADRESSBÜCHER

Adressen in Giesmannsdorf,Oppeln,Neiße,Beuthen

August Berg, Oppeln. Poschstr.Adressbuch Oppeln 1899August Berg, Oppeln. Poschstr.Adressbuch Oppeln 1899

 August Berg,Postschaffner Porschstr.21, Oppeln.Adressbuch 1899, einziger Berg.

 

 

 

 

 

Adressbuch  Oppeln 1909

August  Berg, Postschaffner  Sternstr.12, die anderen  sind  eingewandert aus Posen und keine Oberschlesier, hatten auch nichts mit uns zu tun, diese stehen ab 1936 nicht mehr im Oppelner Adressbuch .

 

 

Berg Anschrift bei Amand Brettschneider ,Giesmannsdorf 14.Korbmacher und HausbesitzerBerg Anschrift bei Amand Brettschneider ,Giesmannsdorf 14.Korbmacher und Hausbesitzer

August und Theresia Berg , Giesmannsdorf  Nr.14 im Kreis Neisse bei Korbmacher und Hausbesitzer ,Amand Brettschneider . Gemeinde-Vorsteher in Giesmannsdorf 1884

 

Anna Meyer, Witwe des Ober - Postschaffners, Neisse OS. AB-1912Anna Meyer, Witwe des Ober - Postschaffners, Neisse OS. AB-1912

 Anna Meyer in Neisse 1912/13

 


 

 Adressbuch Oppeln OS: 1934

Unsere

Familie Berg  früher aus Heinersdorf und Giesmannsdorf

1.Anna Berg,Stütze,Sternstr 12

2.August Berg, Oberpostschaffner.Sternstr 12

3.Joseph Berg,Rcheisbahn Insp. Gustav-Freitag Str.35

4.Kurt Berg, Kaufmann,Bäckeriinhaber,Bismarck 9

5.Martha Berg,Außwärterin,Sternstr.12

6.Paul Berg,Postassistent,Vogt Str.35a

7. Rudolf Berg, Handlungsgeh. Vogt Str.35a

 

 

 

 

 

Lexikon - Oberschlesien

                                                                      -  Große Oberschlesier -

 

 

 Familie Eichendorff  Oberschlesien :

Freiherr Joseph von Eichendorff

Als erster der großen Söhne oberschlesier Erde lebt Joseph Freiherr von Eichendorf  ( 1788 - 1857 ) heute mehr den je im Herzen der verlorenen Heimat des Dichters der oberschlesischen  Innerlichkeit und des oberschlesischen Volkes. Seine Heimat hütete Schloß Lubowitz. Die Geburtsstätte des Dichters und die das Sterbehaus in Neisse. Jedes Jahr in Nowember fand die Eichendorff - Woche statt.

 

 

Ein Enkel Eichendorffs.  Karl Freiher von Eichendorf , geboren am 24.02.1863 in Aachen, und zwar als Sohn eines höheren  Verwaltungsjuristen ,des Geh.  Regierungsrates Hermann von Eichendorff, des Dichters ältestem Sohn, der das Leben und Wirken seines Vaters in einem ausgezeichneten Buch dargestellt hat . Karl von Eichendorf besuchte das Gymnasium und wählte dann den militärischen Beruf. 1884 trat er als Fahnenjunker in das Hohenzollerische Füssilier Regiment ( später Füsilier Regiment Fürst Anton von Hohenzollern ) ein,1893 wurde er Premierleutnant in der Infanterie Regiment von Goeben  ( 2.Rheinisch. ) Nr.28 und trat 1898 zur II. Granadier Brigade über, erwarb 1916 das eiserne Kreuz. Seit Kriegsende lebte er als Oberstleutnant  a.D,. mit seiner Frau Antonie von Eichendorf , geb. von Negri in schlichter Zurückgezogenheit .

 

Antonie , Baronin von Eichendorf , geborene von Negri , die Witwe des Dichterenkels Karl  v. Eichendorff, mit ihren Nichten, Baronessen von Negri , im Garten des Eichendorfhausses in Altenbeuern.

 

 

 

 

 

Aus der Vorkriegszeit . Karl Freiherr von Eichendorff  ( X ) vor der Kaiserparade in Wiesbaden  1907

 

 

 

 

 

Hartwig Freiherr von Eichendorff , während der im Frühling 1934 verstorbenen Dichterenkel Karl , ein Sohn Hermanns , des ältesten  Eichendorfsohnes , war , stammt Hartwig von dem drittgeborenen Sohn des Dichters ,Rudolf , ab, Hartwig von Eichendorf wurde am 12. April 1860 auf Schloß Sedlnitz , dem alten Familiensitz, als fünftes Kind geboren und lebt als Generalleutnant a.D. in Danzig . In seinem Besitz befindet sich eine Anzahl  von Eichendorff Handschriften ,vor allem der sogenannte ,, Sedlnitzer Fund " , den man vor einigen Jahren in einer Kiste auf Schldlitz  entdeckt hat .

 

 

 

 

Die Mühle in Alt - Ujest , die nach neuester Feststellung von Rektor  Sczodrok  die einzig richtige Eichendorff - Mühle ist.

 

                                 

                  

 

Hier ruhen Eichendorffs Geschwister. Die alte Grabstätte von Eichendorff Brüderlein und Schwesterlein  beim Schlosse Lubowitz , Kreis Ratibor 

 


 Gustav Freitag

Gleich Eichendorff hat auch Gustav Freitag ( 1816 - 1895 ) tiefe Spuren im oberschlesischen Geistleben hinterlassen. " Soll und Haben,, die Ahnen, sind unvergessliche Werke. In seiner Vaterstadt hat sich eine Gustav Freitag Gesellschaft gebildet.Sein Sterbeort ist in Wiesbaden. Seine Vorfahren stammen aus Schönwald, Simon Freitay ( geb.1578 ) , war ein Freibauer.Er und seine  Nachfahren saßen auf Höfen mit fränkischen Ackerbeeten = Huben . Kreuzburg lag vor 1815 im Kreis Brieg in Niederschlesien. Seit 1803 war Ernst Gottlieb Neugebauer erster evangelischer Geistlicher in Kreuzburg, er ist am 13.3.1769 in Oels geboren , wo sein Vater Glöckner war. Neugebauer war in zweiter Ehe  vermählt mit  Ernestine Gottliebe , geborene Zebe, der Tochter des  Pasters in Wüstebriese bei Ohlau. In dem  Kreuzburger Pfarrhaus bei der Schwester lebte Henriette Albertine Zerbe, die Kreuzburgs erstern Bürgermeister ,Gottlob Ferdinand Freitag, am 20.6.1815 heiratete . Dieser Ehe entspross am 13.7.1816 Gustav Freitag . Seine Eltern  der Bürgermeister Gottlob Freitag und dessen Ehefrau Henriette Zebe sind in Groß Strehlitz beergigt. Freitags wurden durch die polnische Sprache in dieser Gegend auch Piontek geschrieben . Außer dieser Tochter hatte  Ernst Gottlieb  Neugebauer noch drei Kinder : Amalie Karoline  geb. 1.1.1805 , gest. 26.2.1872 , Bertha Sophie  geb.14.10.1807,gest.24.1.1828, und Herrmann Emil geb. 21.10.1809. gest.14.9.1810 . Gustav Freitag nahm Unterricht in polnisch und latein bei seinem Onkel Ernst Gottlieb Neugebauer. 

 

 

 

Ernst Gottlieb Neugebauer 

 

 

 


 

 

 

 

Friedrich von Sallet

Geboren in Neisse ( 1812 - 1843 ) , zunächst Offizier in Mainz und Trier, erkannte während seiner Kommandos an der Kriegsschule in Berlin, das seine Lebensaufgabe die Dichtung und Wissenschaft ist.

 

 

 

 


 

Georg Spieller von Hauendschild

Der sich als Schriftsteller Max Waldau nannte ( 1825-1855 ). Er rief 1850 dem deutschen Volke und seinen    Repräsentanten auf den Fürstenthrohnen und den Abgeordneten in den neuen Parlamenten zu  : .. Ein Leib , ein Leib nur für die deutsche Seele. Ein Deutschland nur. Nicht dreißig deutsche Länder, nur deutschen Grund für freie deutsche Herde, ein einzig Band staat all der bunten Bänder. Max Waldau verbrachte mit Ausnahme seiner Studienzeit , die ihn nach Breslau und Heidelberg geführt hatte , den größten Teil seines Lebens in Oberschlesien und starb in Oberschlesien im Dorf Tescheidt Kreis Kosel das 1942 in , Maxwaldau " umbenannt worden ist.

 

 


 

Alfred Nowitzki OppelnAlfred Nowitzki Oppeln

 Im Gedenken an Alfred Nowinski "

Alfred Nowinski, den treuen Sohn seiner Vaterstadt Oppeln , dem rastols schaffenden Mann im Schulhaus und im Dienst seiner Mitbürger, dem begnadeten Dichter unserer oberschlesischen Heimat gilt dieses Gedenken ,, Jeder echte Dichter ist ein Lehrer , jeder echte Lehrer ein Poet " , selten einmal passt dieses Dichterwort so auf den 51 jährigen Dahingegangenen . Nun bügeln seit Monaten die brauen Schollen über seinem Grab in Oppeln auf dem Friedhof an der Breslauer Strasse. Hier , wo sein Ausgang war, klang auch sein letztes Lied , im gesegneten Bezirk der Heimat.

,, Es wird mein Auge sich schließen dereinst zum ewigen Schlaf !

 18.August 1881 * - 19.Januar 1933 † , Oppeln OS.

 

 


Johann Janirschek ,

aus Koschentin ( 1768 - 1806 ) , der vom Leibjäger des Grafen Sobek zum bedeutenden Orchesterdirigenten aufgestiegen ,


 Johann Sedlatzik ,

aus Oberglogau , Schneidergeselle ( 1789 - 1866 ),  der als Flötenvirtuose in allen europäischen Hauptstädten geliefert hat.


 

 

Josef Elsner ,

ein Sohn eines Tischlers und Instrumentenbauers  kam in Grottkau zur Welt , ( 1769 - 1854 ) , als Sänger und Violist am Breslauer Theater mitwirkte, später in Wien seine Studien beendete und schließlich über Brünn nach Lemberg kam , wo er als Musikdirektor und Komponist eine fruchtbare Tätigkeit entfaltete . Seit 1799 wirkte er in Warschau ( Herzogtum Preußen ), und erwarb sich dort den Ruf als Begründer der polnischen Oper. Elsner warein vielseitiger Komponist, der außer 25 Opern auch Symphonien, Quartette, Kantanten und Kirchenmusik hinterließ. Als Lehrer Chopons wird sein Name immer genannt.

 

 

 


 

 

 

Moritz Brosig ,

in Fuchswinkel Kreis Neisse geboren ( 1815-1887 ) in Breslau gestorben , Schlesiens bekanntester Kirchenkomponist und Organist .

Als jüngster Sohn eines Rittergutsbesitzers besuchte er das Katholische Matthias Gymnasium in Breslau.

Ab 1838 war er als Organist in St.Adalbert  tätig.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Heinrich Schulz ,

in Beuthen geboren ( 1838 - 1915 ), der als Musiker in Zierich , Wien und den größten Teil seines Lebens in Dresden wirkte und acht Symphonien, symphonische Dichtungen , vier Opern, Psalmen, Klavierkonzerte, Lieder und viele andere misikalische Werke schuf .

 

 

 

 

 


 Gertrud Grabowski ,

Gertrud Grabowski , OppelnGertrud Grabowski , Oppeln

gestorben am 19.1.1931 in Oppeln , Sternstraße 53

So still wie sie gelebt hat, ist sie gestorben.

Ihre Schwester war die Zeichnerin und Zeichenlehrerin Elisabeth Grabowski.

Heimatlieder waren ihre Werke "

In früher Judend elternlos geworden , stand sie gar bald auf eigenen Füßen . Nach dem Besuch des Lette-Hauses in Berlin, nahm sie daselbst im einem großen Kaufhaus eine Vertrauensstellung ein, in der sie, durch ausgezeichnete Sprachkenntnisse befähigt, den Schreibwechsel mit den ausländischen kunden besonders in Amerika und Russland führt. Diese Stellung musste sie nach mehr als 12 Jahre krankheitshalber aufgeben. Sie lebte mit ihrer lieben Schwestern in Oppeln,mit der in gleichen Schaffen ihr verbundenen Schwester Elisabeth ,Malerin in Oppeln.

 


 

 Eduard Grützner , Das erste Selbstbildnis des 21 jährigen Malers .

aus Groß Karlowitz  Kreis Neisse ( 1846  -  1925 in  München )

Seine Mutter geborene Jüttner wusste viel zu ärzehlen von früheren  Kostkindern ,wie sie so brav gewesen und was sie  später geworden sind, von der Belagerung der Festung durch die Franzosen , und vom alten Zeiten. Sie war Stolz darauf, in ihrer Jugend den berühmten  Hussarengeneral bedient zu haben.War ihre Tochter nicht zugegen, dann gab sie gerne auch  noch pikante Details .

 


 August Kiß ,

aus Paprotzan Kreis Pleß  am 11.10. 1802 geboren und in Berlin  1865 gestorben ,Schüler von Rauch und Tieck in Berlin. Sein Geburtshaus stand schon lange nicht mehr, dank dem liebenswürdigen Entgegenkommen von Herrn Simon Macha , Beuthen,aus dessen reicher und wertvoller Sammlung sämtliche Abbildungen zu diesem Aufsatz stammen , wenigstens ein Bild von Kiß, Geburtshaus , zeigen können, über Leben und Schaffen des großen oberschlesischen Bildhauers Kiß hat Dr. Kurt Bimler eine umfangreiche Arbeit in der Zeitschrift ,, Oberschlesier 1914 erscheinen lassen .

Die Amazone, vor der Nationalgalerie , der St. Georgsritter " im Schlachthof in Berlin und Denkmäler Friedrich Wilhelm III. in Breslau und Königsberg waren seine Meisterwerke

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 Theordor Kalide,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Königshütte ( 1801-1863 ), Werke in seiner Vaterstadt  Königshütte das Redenstandbild :

Schlafender Löwe für  Herzog Eugen von Württemberg als er auf seinen Besitz seit 1815 in Carlsruhe lebte. 

 

 

 

Wohnhaus in Carlsruhe OS.

Seit 1815 Theodr Kalides 

 

 

 

 

 

 

 

Schlafender Löwe in Carlsruhe OS. 

 

 

 

 

 

Weitere Werke nach Vorlage Kalides :

Knabe mit Schwan in Königshütte,

Knabe mit Schwan in Gleiwitz,

Schlafender Löwe in Beuthen,

Wachender Löwe in Gleiwitz Villa Caro,

Wachender Löwe in Gleiwitz Villa Caro,

Kustusoff - Denkmal

Löwe des Seydlitz - Grabmals

Figurengruppe 


 

Kurt Spirille , Bildhauer Oppeln

Ein Oppelner Bildhauer hat den Versuch unternommen , zu existieren , durch Hände seiner Arbeit zu existieren . 

In seiner Mutter mit Kind ,fließt etwas herbes, Eckiges ein. Dasselbe Motiv in Stein, an dem mir klar wird, das Spirelle ein Bildhauer im wörtlichen Sinne nicht ist,sondern ein Former, ein Modelleur , dessen künstlerisches Empfinden , dessen Schöpfertum in den Fingerspitzen liegt.

 

 

 

 

 

 

 

 


 Wilhelm Kuhnert ,

einer der besten und erfolgreichsten deutschen Tierzeichner , Wilhelm Kuhnert  aus Oppeln ( 1865 - 1926 ) . Wilhelm Kuhnert gehörte zu den zahlreichen Schlesiern, deren Leben und Schaffen von der Fernensehnsucht getragen wurde. Viele Jahre lang durchstreifte er die Urwälder und Steppen tropischer Länder , ganz auf sich allein gestellt , von Gefahren umlauert , großen Anstrengungen und Entbehrungen ausgesetzt , aber besessen , seine Modelle zu beobachten und vor den Zeichenstift zu bringen. Löwen , Leoparden , Flußpferde und Elefanten , Gnus und Giraffen ,Krokodile und Vögel. 


 

Ludwig Peter Kowalski

Dieser Name ist in der Kunstgeschichte ein Begriff geworden. Ludwig Peter Kowalski ist ein Oberschlesier. Er wurde am 1.August 1891 in Neuheidug bei Königshütte geboren. Mit 18 Jahren besuchte er in Breslau die Akademie für Kunst und Kunstgewerbe, jedoch blieb Oberschlesien für seine menschliche und künstlerische Entwicklung mit entscheidend . Im Weltkrieg wurde er 1918 schwer gasvergiftet und verschüttet, entging jedoch nach mehreren Augenoperationen der Erblindung , so das er sich weiter seinem künstlerischen Schaffen widmen konnte. Späterhin war er an der Handwerkerschule in Breslau als Lehrer für Glasmalerei und Töpferei tätig. Seine Glasfenster sind im ganz Deutschland und darüberhinaus  bekannt.Die Ausgestaltung  der der Kuppel in der Jahrhunderthalle in Breslau,unter Max Berg ist einer seiner Werke.


 

Elisabeth Grabowski 

 Alles für die Heimat, für sich nichts !

Das kann man wahrlich von unserer verehrten Mitarbeiterin Elisabeth Grabowski , die immer und in selbstloser Weise für ihre Heimat Oberschlesien und ihr Volk eingetreten ist, stark wie ein Mann , mit ganzer Seele, wie nur eine Frau es kann.  Wir werden und wir können ihrer nicht vergessenen, die am 11.Februar 1929 gestorben ist.

Aus dem Bild schauen ihre seelenvollen Augen uns entgegen, aus ihren Büchern strahlte ihre ganze Seele.Greifen wir zu ihren Werken, besonders zu den,, Kreuzen am Weg " und zu den ,, Wanderungen durch oberschlesische Städte. " 

Sie zeigen uns die Heimat und ihre Menschen,und als leuchtendes Beispiel der Heimatliebe steht allezeit von ins.

Elisabeth Grabowski war die Schwester von Gertrud Grabowski.

 

 

 

 

Das Grab von Elisabeth Grabowski auf dem Oppelner - Friedhof an der Breslauer Strasse

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 Erich Friedrich Zwirner ( 1802-1861 )

Mit einigen der repräsentativsten deutschen Bauwerke sind die Namen oberschlesischer Baumeister  für alle Zeiten verbunden. Ernst Friedrich Zwirner aus Jakobswalde Kreis Cosel  hat von 1833 bis zu seinem Tod die Leitung des Kölner Dombauers innegehabt. Am 15.Oktober 1860 konnte er den goldenen Stern auf den Mittelturm setzen. Unter ihm ist dieses gewaltige Bauwerk, an dem vor ihm Generationen seit Jahrhunderten gearbeitet haben , ein großes Stück der Vollendung nähergekommen . Daneben hat er die Pläne für andere Bauten entworfen, u.a. für die Apollinariskirche  in Remagen, für die Schlösser Herringen, Argenfels am Rhein und Moyland bei Cleve und für den Chor der Schweriner Schloßkirche. Zwirners Fleiß war so groß , das seine Frenunde ernsthaft behaupteten, er habe sich zu Tode gearbeitet.


 Julius Raschdorff  ( 1823 - 1914 )

Den Dom, eine der größten architektonischen Schöpfungen der Reichshauptstadt Berlin , hat Julius Raschdorff geplant und ausgeführt. Er war einer der fruchtbarsten  Baumeister des 19.Jahrhunderts gewesen, der in Berlin an weiteren Bauwerken u.a. die Englische Kirche , das Mausoleum an der Friedenskirche in Potsdam und das Sommer-Palais im Bellevue - Garten geschaffen hat. Das Kronprinzenpaar hat er in baukünstlerischen Fragen beraten, an der Technischen Hochschule in Berlin Charlottenburg eine ganze Generation deutscher Architekten ausgebildet und hier auch ein Architekturmuseum gegründet. Sein Gesamtschaffen umfaßt einschließlich der Um -und Erweiterungsbauten etwas 17 Kirchen,  4 Grabkirchen, sowie zahlreiche Schlösser, Privat - und Geschäftshäuser.


 August Kirstein ( geb. 1856 )

August Kirchstein aus Cosel baute Dorfkirchen, Schulen und zahlreiche andere öffentliche Gebäude, er leitete unter seinem Lehrer, Professor Schmidt in Wien , den Dombau in Fünfkirchen , restaurierte den Brünner Dom und vollendete die Kaiser - Jubiläums - Kirche in Wien. 


 Josef Strzygowski ( 1862 - 1941 )

Josef Strzygowski aus Nußdorf bei Biala , hat auf dem Gebiet der Kunstgeschichte das Tor zur geistigem Neuland geöffnet, für die gesamte Kunstwissenschaft neue methodische Grundlagen entwickelt und insbesondere die Bedeutung des Orients für die Entwicklung der abendländischen Kunst zur allgemeinen Anerkennung bringen wollen.   Wiederholte Forschungsreisen führten ihn in die Mittelmeerländer und  in den Norden Europas, dessen Anteil an der bildenden Kunst er herausstellte.   Er hat auch eine große Zahl wissenschaftlicher Bücher geschrieben . Als letztes Werk dieses Kunsthistorikers von Weltruf ist nach seinem Tod, ,,Europa Machtkunst im Ramen des Erdkreises " 


 Hermann Luchs ( Lux ) ( 1826 - 1886 )

In der Erforschung der Geschichte und Kunstdenkmäler Schlesiens hat Hermann Luchs aus Beuthen seine Lebensaufgabe gesehen. Als Kustos ist er die Seele des Schlesischen Altertumsvereins in Breslau gewesen , hat an den Sammlungen des Altertumsmuseums hervorragenden Anteil und viele wertvolle Vorarbeiten für das Werk von Lutsch über die Kunstdenkmäler Schlesiens geleistet . Seine zahlreichen Abhandlungen und grundlegende Beiträge zur schlesichen Geschichtsschreibung .


 Karl Dziatzko ( 1842 - 1903 )

Aus Neustadt OS. , ist einer der größten Bibliothekare des 19.Jahrhunderts gewesen. Für die 350000 Bände der Breslauer Staats - und Universitätsbibliothek hat er mit seinen Mitarbeitern einen alphabetischen Zettelkatalog angelegt und eine eingehende Instruktion dafür ausgearbeitet , die zum Vorbild  für die spätere  ,, Preußische Instruktion " wurde und nach im Ausland starke Beachtung fand.  Als Professor Bibliothekswissenschaft an der Universität in Göttingen hat er bahnbrechende Arbeiten verfaßt . Über 165 Einzelarbeiten , darunter auch solche aus dem Gebiet der klassischen Philologie , entflossen seiner fleißigen Feder.


 Vinzenz Kollar ( 1797 - 1860 )

aus Kranowitz Kreis Ratibor,  seit 1818 am Wiener Hof - Naturalienkabinett tätig, zunächst als Kustos , seit 1851 als Vorstand , hat er in über hundert Schriften die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten zusammengefast .


 Johannes Dzierzon ( 1811 - 1906 )

Der Bienenvater aus Bienendorf , Kreis Kreuzburg war und ist der größte Bienenversteher aller Zeiten, in der Geschichte der zoolologischen Wissenschaft eingegangen . Die Entdeckung der Parthenogenesis  ( Jungfernzeugung ) der Bienenkönigin und die Erfindung der beweglichen Wabe gehen auf ihn zurück.

Im Oktober 1909 erlitt er einen Schlaganfall, an dessen Folgen er am 26.10.verschied, nachdem er aus den Händen des damaligen Ortsgeistlichen, Pfarrer Scholtyssek , die Sterbesakramente empfangen hatte.Bereits am 5.4.1905 war der ehemals von seinem Amt suspendierte Pfarrer Dzierzon wieder in den Schoss seiner Kirche zurückgekehrt. 


 Theodor Kotschny ( 1813 - 1866 )

Die Nachbarläder des damaligen Reiches und andere Erdteile , vor allem die Mittelmeerländer , hat sich Theodor Kotschny aus Ustron, Kreis Teschen , als Forschungsgebiet ausgesucht . In Wien, wo er als Kustos am botanischen Hofkabinett arbeitete, konnte er die Ergebnisse seiner Forschungsreisen  auswerten . Das Prachtwerk ,, Die Eichen Europas und des Orients , und andere Bücher wie ,, Der Libanon und seine Alpenflora ( 1864 ) und ,, Die Insel Zypern " haben seinen Namen bekannt gemacht.


 Ferdinand Freiherr von Richthofen ( 1833 - 1805 )

aus Carlsruhe Kreis Oppeln . Vieljähriger Forschungsreisen führten ihn nach Ostasien und Amerika. Sein Chinawerk gehört zu den größten Werken Landeskundlicher Erforschung. Die sogenannte ,, äolische Lößttherorie  , das sich bei der gelben Erde um eine Staubablagerung im Steppenklime handelt, gehört zu den berühmtesten Ergebnissen seiner Forschungen in China . 1873 wurde er Präsident der Gesellschaft für Erdkunde in Berlin. Rektor der Berliner Universität. Rektor der Berliner Universität war er 1903/04 . Die erste Lokomotive der Schantung - Eisenbahn erhielt seinen Namen. Bis zum Weltkrieg I.  kamen seine Schüler , von denen die berühmtesten der Südpolarforscher von Drygaski und der Schwede Sven Hedin waren. 


 Aus der Reihe der großen Mediziner oberschlesischer Herkunft  werden von mir zwei Männer erwähnt.

Adalbert Czerny ( 1863 - 1941 )aus Scjakowa Kreis Krenau

und 

Gerhard Wagner ( 1888 - 1939 ) aus Königshütte bei Chorzow 

Als Begründer der modernen deutschen Kinderheilkunde ist Prof. Dr. Czerney ,der nach mehrjähriger Lehrtätigkeit in Breslau und Straßburg fast zwei Jahrzehnte in Berlin wirkte und dort als Direktor die Universitätskinderklinik  geleitet hat , in der Geschichte der deutschen Medizin eingegangen .               Die Weltgeltung der deutschen  Kinderheilkunde ist sein Verdienst. Seine Bücher über Säuglingsernährung , Schlaf im Kindesalter und Kindererziehung gehören zu den grundlegenden Werken der medizinischen Literatur.

Dr. med. Gerhard Wagner hat nach seiner Rückkehr von der Front des ersten Weltkrieges im Freikorps Epp für seine  Heimat gegen die Vertreibung 1921 der deutschen Oberschlesier aus ihrer Heimat  mitgekämpft.


 Heinrich Gottlob von Mühler ( 1780 - 1857 ) ,

aus Luisenhof bei Pleß. 1932 wurde er Justizminister für die östlichen Provinzen , 1838 übernahm er die Leitung der gesamten Justizverwaltung Preußens . Wichtige Reformen , insbesondere auf dem Gebiet des Zivilprozessrecht , hat er durchgesetzt .


 Adolf Pratobvera Freiherr von Weisborn  ( geb. 1806 ) ,

aus Bielitz . Österreichischer Justitzminister wurde im Februar 1861 .Ein Augenleiden zwang ihn , nach fast zweijähriger Amtstätigkeit als Minister zurückzutreten und die von ihm eingeleitete Justitzreform seinem Nachfolger zu überlassen. Als  Landmarschall von Niederösterreich und Mitglied des Herrenhauses des österreichischen Reichsrates war er eine der führenden Persönlichkeiten des politischen Lebens in Wien, er hat auch viele juristische und politische Schriften verfaßt. Sein Vater , 

Karl Joseph Pratobevera aus Bielitz  ( 1769 - 1853 ) ,

der Sohn eines aus Italien nach Bielitz zugewanderten Kaufmannes , hat in Krakau als Appellationsrat hohes Ansehen erworben und später beim Entwurf zum Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch mitgewirkt und das ,, Kundmachungspatent ,, dafür entworfen . 1824 wurde er Rektor der Wiener Universität , später Direktor der juristischen Studien und 1829 für seine großen Verdienste um das österreichische Rechtswesen in den Ritterstand erhoben mit dem Prädikat : Freiherr von Weisborn.


 Ernst Traugott von Kortum ( 1752 - 1811 ) ,

aus Bielitz . Im Osten Europas hat Ernst Traugott von Kortum fast drei Jahrzehnte in Lemberg , zunächst als  Gubernialrat , dann als Chefpräsident der Landesverwaltung von Galizien seinen Namen mit Geschichte dieses Gebietes verbunden. 


 Dr. Richard Holtze  ( 1824 - 1891 ),

aus Belk, Kreis Rybnik . Als Gründer von Kattowitz und oberschlesischer Kulturpionier lebte er in Kattowitz . Der vielseitige Arzt erweckte das kulturelle Leben , gründete Vereine, setzte es durch , das Kattowitz 1865 Stadtrechte und wenige Jahre später ein Gymnasium erhielt , und vertrat die Belange seiner Heimat in Berliner Abgeordnetenhaus . Viele Jahre bekleidete  er, der als volkstümlicher Redner seine Mitbürger zu begeistern und für fortschrittliche Bestrebungen mitzureißen vermochte. Das Amt eines Stadtverordnetenvorstehers . 


 Dr. Johann Demel , Rechtsanwalt ,

Bürgermeister von Teschen , wirkte fast der gleichen Zeit wie Holtze in Kattowitz . 1848 schickte ihn der Kreis Teschen nach fast einstimmiger Wahl ins Frankfurter Parlament. Von 1861 bis zu seinem Tod war er Stadtoberhaupt . 1867 verlieh ihm der Kaiser das Adelsprädikat ,, Ritter von Elswehr ( Olsawehr )


 Professor Dr. Walter Reichel  ( geb.1867 ) ,

aus Laurahütte . Ein Pionier der elektrischen Bahnen ist Geheimrat Professor Dr. Walter Reichel aus Laurahütte der 1889 den Bügelstromabnehmer erfand und das System der elektrischen Ausführung der 1902 in Berlin eröffneten Hoch - und U - Bahn erfand , deren Inbetriebsetzung er leitete.


 

Professor Dr. Oskar Niemcek : Der damalige Rektor der Technischen Hochschule in Berlin - Charlottenburg aus Rybna, Kreis Tarnowitz, Professor des Markscheidewesens  und der Bergschadenkunde , war viele Jahre in Oberschlesien als Markscheider , Landmesser und zuletzt als Bergwerksdirektor tätig und gehört zu den ersten Fachmännern Deutschlands auf seinem Gebiet .


 

Dr.Kern -Patschkau , PolarforscherDr.Kern -Patschkau , Polarforscher

 

 

 

Dr. Kern 

geboren in Patschkau , gestorben in Breslau, welcher als einziger  Schlesier an der internationalen Grönland Expedition 1932 / 33 teilgenommen hat.  Anfang Okt. 1932 reiste er mit Grotewahl und errichtete im November 1932 bis Ende 1933 in Arsuk die deutsche Polarstation . 1932 verlassen Kern und Grotewahl Kopenhagen auf der " Julius Thomsen " , einen Schiff der dänischen Kryolith -Mine .

 

 


 Wilhelm Freiherr von Engerth  ,

aus Pleß ( 1814 - 1884 ), Professor der Mathematik und Maschinenlehre  an der Universität in Graz, hat für die Semmeringbahn eine Tenderlastzugmaschine konstruiert , wonach sich das sogenannte Engerthsche System bildete .1855 wurde er als Generaldirektor an die Spitze der österreichischen Eisenbahnen berufen, arbeitete führend bei der Donauregulierung mit und war 1873 bei der Wiener Weltausstellung Chef des gesamten Ingenieurwesens .


Otto KretschmerOtto Kretschmer 

 

 

 Otto Kretschmer

Marineoffizier, geboren am  1.Mai 1912 in Heidau Kreis Neisse ,

er war der  erfolgreiche U- Boot Kommendant  im Zweiten Weltkrieg .Zuletzt war er bei der Bundesmarine 

 

 

 

 

 


 Reichsgraf Philipp Colonna ,

aus Tost  ( 1755 - 1807 ) , war der erste private Industrieunternehmer großen Stils gewesen und hat im Gebiet der Malapane eine  neuzeitliche Eisenindustrie mit Hochöfen und Frischfeuern begründet . Die Werke in Grafenweiler und Voßwalde sind damals entstanden . Der Graf sollte preußischer Gesandter in Madrid werden , hat jedoch abgelehnt.


 Guido Fürst Henckel von Donnersmark ,

Neudeck Kreis Tarnowitz  (  1830 - 1916 ) , als deutscher Wirtschaftsführer genoß europäisches Ansehen, ein Sproß der in Neudeck bei Tarnowitz ansässigen Reichsgrafenfamilie , der 1901 in den Fürstenstand erhoben wurde . In Oberschlesien gründete er Gruben und Hütten. In Österreich ,Ungarn, Russland, Frankreich, Sardinien und  Schweden hatte er Besitzungen . Er war Gouverneur von Lothringen und Berater Bismarcks . Sein Wort galt in der Wirtschaft und in der großen Politik .


Karl Godulla , 

aus Makoschau bei Hindenburg ( 1781 - 1848 ) , das Urbild des zähen und kernigen, des wagenden und dabei doch nüchternen und klugen oberschlesischen Tatmenschen war Karl Godulla. Von Ballestremischen Verwalter arbeitete er sich zu einem der reichsten Industriellen des Landes,  zum ... oberschlesischen Zinkkönig "  empor , der späteren Gräfin Johanna Schaffgotsch , ein Millionenvermögen hinterließ .


 General Georg von Kunowski ,

 aus Beuthen ( 1795 - 1870 ), hat die Entwicklung der preußischen Artillerie ( Schrapellversuche , Konstrukion des Feldartilleriematerials , Einführung der eisernen Lafetten ) entscheidend beeinflußt . Er  stand Wilhelm I. und seinen Paladien Bismarck , Moltke und Roon in höchstem Ansehen. Bei der feierlichen Eröffnung des Reichstages des Norddeutschen Bundes am 24.Februar 1867 trug er das Reichsschwert. General Kunowski wurde die Seele der Waffenherstellung vor den entscheidenden Feldzügen 1864,1866 und 1870/71 genannt.


 General Rudolf Neumann ,

der Sohn eines Schloßgärtners aus Carlsruhe Kreis Oppeln ( 1805 - 1881 ) , kommandierte 1864 als Obert  die Artillerie beim Angriff auf die Düppeler Schanzen . Er galt als mathematisches Genie . Um die Entwicklung der gezogenen Geschütze und die Erfindung des Perkussionszünders hat er die Verdienste.


 Prinz Kraft zu Hohenlohe - Ingelfingen ,

aus Koschentin Kreis Loben (  1827 - 1892 ). Die von ihm verfasten Ausbildungsgrundsätze dienten der gesamten preußische Artillerie  als Instruktion . Auf Befehl Moltkes  legte er 1867 die letzten Kriegserfahrungen in einer Denkschrift über die künftige Verwendung seiner Waffe nieder. In Neisse war er nach dem Krieg Kommandeur der 12. Division und gründete in Neisse eine ,, Militärische Gesellschaft " . Als Organisator der preußischen Artillerie , erfolgreicher Truppenführer und gewandter Militäerschriftsteller lebte der Eroberer von Paris in der Geschichte des Reiches .


 Johann Janda ,

im Kreis Ratibor am 03.Januar 1827 geboren . Sein Vater war ein in bescheidensten Verhältnissen lebender Tischlermeister in Klein Darkowitz bei Hultschin. Auch dieser beschäftigte sich schon mit dem Schnitzen von Kreuzen u.s.w. ,sodas der Sohn als Kind schon zu gleicher künstlericher Tätigkeit angeregt wurde. Während der Junge die einzige die einzige Kuh der Eltern hütete , hatte er Zeit , sich als Holzbildschnitzer zu versuchen . Der damaliger Bürgermeister von Hultschin , Nossek, wurde , wie Bruno Schneider in einem umfangreichen Aufsatz über den Künstler in der ,,, Oberschlesische Heimat " 1908 erzählt , auf den begabten Knaben aufmerksam und empfahl ihm dem seinerzeitigen Besitzer der Herrschaft Hultschin und Klein Darkowitz, Dr. Wichura . Dieser gab den Jungen Unterricht in Zeichnen, und als die Herrschaft 1844 an Hubert Stücker , Ritter von Weyershof , verkauft wurde , fand der Knabe in diesem  einen besonderen Förderer. Stücker der den Jungen  Janda in das Hultschiner Schloß  genommen und ihn mit Bildungsmaterial ausgestattet hatte , verkaufte die Herrschaft bereits 1845 wieder . Ließ ihn aber mit sich nach Breslau übersiedeln , ermöglichte ihm aber den Besuch der Kunstschule und ließ ihn auch privat unterrichten . Später gab er ihn auf die Kunstakademie in Dresden . Als im Unruhenjahr 1848 Stücker nach der Schweiz flüchten musste , kam Janda mit Empfehlungen seines Gönners nach Berlin  , in das Atelier von Rauch .  In Berlin schuf der Künstler eine reihe von Werken , hauptsächlich der kirchlichen Kunst . Es sind darum seine meisten Werke in den Kirchen Berlins beisammen . So bringt die St. Michaeliskirche die 1853 / 56 erbaut wurde , als Werke von Janda: die vier Kirchenväter , vier Engelsfiguren am Hauptaltar , die aus Holz erschnitzt sind , eine Plastik von auferstehenden Heiland und die Figuren der zwölf Apostel.  Plakeken von Karl v.Holtei und Papst Pius IX.  gehören ebenso zu seinen Werken.  Eine Marinensäule die Janda 1863 seinem Geburtsort Klein Darkowitz gestiftet hat , ebenfals eine Marinsäule aus gebranntem Ton , die 1864 im Auftrag des Grfafen Schaffgotsch auf Schomberg ( Beuthen ) hergestellt hat und an der Schomberger Strasse nahe dem Bahnhof Morgenroth errichtet wurde.


 Moritz Schulz ,

der am 04.November 1825 in Leobschütz geboren wurde .  Als Jüngling schon von einem künstlerichsen Drang beseelt , fand er in seiner engeren Heimat kein Bestätigungsfeld, ja nicht einmal einen Meister, der ihn auf dem Weg zur Kunst die die die Lehre nehmen konnte. Er ging nach Posen zu einem Bildhauer in die Lehre , wo er bald durch eine Nepomukstaute (  Hlg. Johannes )  den Meister zeigte , das  er ihn nichts mehr lernen könne . Der Wirkungskreis in der Posener Werkstatt war ihm zu eng geworden und so zog er nach Berlin , um an der Akademie der bildenden Künste sich zu vervollkommnen . Seine künstlerischen Fähigkeiten wurden dort anerkannt durch die Verleihung des Großen Staatspreises , mit dem ein Stipendium für einen dreijähr. Aufenthalt in Italien verbunden war. In Rom , wo er im Jahr 1835 eintraf , blühte das Glück , sodas er sich dort ansiedelte und mit seiner Familie bis 1870 verblieb.  Das dem glücklichen Ausgang des Krieges folgende Aufblühen Deutschlands brachte auch für die Künstlerschaft eine gute Zeit und zahlreiche Aufträge , die Moritz Schulz veranlassten , wieder in  sein Vaterland Oberschlesien  zurückzukehren . Als Künstler hochgeachtet schafte Moritz Schulz bis zu seien Tod im Jahr 1905 in der Reichshauptstadt . Währen seines Aufenthalts in Rom erhielt der Künstler Besuch aus der Heimat ;  Graf Schaffgotsch kaufte in seinem Atelier eine Marmorgruppe und Graf Henckel von Donnersmarck erwarb eine Pantergruppe mit Bacchantin . Dies dürften aber auch die einzigen Werke sein , die von Moritz Schulz nach Oberschlesien gekommen sind. Eine lebensgroße ,, Caritas " , die der Künstler 1869 in Rom vollendete , besitzt die Nationalgalerie. 6 Gruppen von Hand des Meisters zieren das Orangerie Gebäude in Potsdam.


 Paul Barsch ,

in Niederhermsdorf Kreis Neisse am 16.3.1860 geboren , gestorben am 3.8.1931 in Schleferstein bei Zopten. Der Dichter und Oberschlesier Paul Barsch selbst sagte im ,, Bannwald " , einer Sammlung von Proben aus dem Schrifttum oberschlesischer  Dichter und Geschichtenmacher , das er neben anderen Gründen seinen Roman schrieb, um ,, einmal einen richtigen Oberschlesier aus der Neisse Gegend zu zeichnen. Ein Kerlchen von der Sorte , in  der sich eine grenzenlose Bescheidenheit, ein staunendes Bewundern fremder Tüchtigkeit und ein klägliches Versagen an sich selber herrlich mit unbeugsamer Willenskraft, Ausdauer und verhaltenem Größenwahn vertragen. "

Und die Zusammengehörigkeitsgefühl ist gegenseitig zwischen dem Dichter und der Heimatprovinz . Sie beansprucht ihn als Ihren Künstler.  In den oberschlesischen Teil deutscher Lesebücher für höhere  Lehranstalten sind Barsch Gedichte aufgenommen. Auch sein Roman wurde dort in den Schulen gelesen. Die heranwachsende Jugend bringt ihm Empfänglichkeit und Begeisterung entgegen.


 

Richard Wetz ,

Am 26.Februar 1931 jährte sich zum fünfzigsten Mal der Tag , an dem  Richard Wetz in Gleiwitz das Licht der Welt erblickte. Es ist wohl nicht zu viel gesagt, wenn wir Wetz einen der größten lebenden Tonkünstler nennen. Die äußeren Daten seines Lebens waren schnell aufgezählt. Nach Absolvierung des Gleiwitzer Gymnasiums ging er an das Konservatorium nach Leipzig , nahm aber bald Privatunterricht bei Apel und Hoffmann. 1899 siedelte er nach München über, um bei Thuille seine Studien fortzusetzen, daneben hörte er eifrig philosophische und literarhistorische Vorlesungen an der Universität. Nach zweijährige Tätigkeit als Theater-Kapellenmeister in Stralsund und Bremen zog er sich , wenig befriedigt von dieser Tätigkeit, wieder nach Leipzig zurück, um sich ganz seinem Schaffen zu widmen. 1906 übernahm er die Leitung des Musikvereins und der Singakademie in Erfurt, wurde 1911 Lehrer für Kompositionen und Musikgeschichte am dortigen Konservatorium und war mit wenigen Unterbrechungen ,trotz günstiger Angebote nach außerhalb, Erfurt treu geblieben .Es gab wohl kaum ein Gebiet der Musik, in dem uns Wetz nicht Proben seines Schaffens gegeben hätte.


 

 Felix Holländer ,

geboren am  1.11.1868 , ein Sohn der Stadt Leobschütz. Seine Berühmtheit erlangte er um die Jahrhundertwende mit seinem besten Roman ,, Der Weg des Thomas  Truck ", einem Werk, das alle Möglichkeiten der naturalistischen  Romanschule der neunziger Jahre geschickt benutzt und die Zeitprobleme jener Epoche anschnitt . Ganz und gar im Geist jener Literaturperiode war Holländers Roman ,, Jesus und Judas " entstanden , welcher der erste deutsche Roman in dem damals führenden Verlag der naturalistischen Generation. Holländers spätere  Romane entfernten sich vom Problematischen  zur beschaulichen Gesellschaftsschilderung meist groß städtischer Verhältnisse und standen , abseits dem Bekennerischen  seiner Frühzeit.

 


 Johann Zysk ,

ein Gleiwitzer guckt in den Mond ". Vom Schlosser zum Astronom und Himmelsfotografen .

Irgendwo in einem Gleiwitzer  Schrebergarten sieht der Vorübergehende ein merkwürdiges weißes Instrument , das über Manneshöhe gen Himmel ragt. Wer es wissen will , erfährt bald,  das es sich um ein riesiges Fernrohr handelt,  das ein arbeitsloser  Schlosser sich in seinen  Mußestun selbst gebaut hat .  Johann Zynek  heißt der Liebhaber - Astronom , der dieses Werk  vollbracht hat. Schon vor langen Jahren interessierte ihn, der ein  eifriger Leser naturwissenschaftlicher  Bücher und Zeitschriften war, das  astronomische  Gebiet besonders. Er  studierte fleißig nach Arbeitsschluss , schaffte sich von seinen Spargroschen einschlägiger Literatur an, und  bald erwachte in ihm der Wunsch, ein Fernrohr zu besitzen.  Da las er  eines Tages im  ,, Kosmos  " eine Anzeige vom Ingenieur  Happach : für wenig Geld  ein astronomisches Fernrohr zum Selbstbau , mit Anleitung . In ein  paar Wochen  war das fernrohr fertig, und nun wurde der Himmel mit Eifer beobachtet. Eines Tages erschien in  der Zeitschrift ,, Die Sterne " ein Aufsatz,, der Sternfreund und sein Spiegel " von dem Königsberger  Astronom Karl Fedtke ,  der gleichzeitig als aus gezeichneter Spiegelschleifer bekannt war. Unser Gleiwitzer schrieb ihm,  und wurde einig. Auf Stottern erstand unser Schlosser - Astronom  einen 6 Zoll - Spiegel mit Prisma. So wurde ein Instrument , das , wie Johann Zysk sagt, sich sehen lassen kann. Nach Karl Fedtkes Anleitung wurde eine  4,5 X 6- Kamera gebaut, und die Himmelsphotographie konnte beginnen . Das untere Foto zeigt den Mond im zunehmenden Stadium. 


 

Hermann Buchal , Komponist :,

entstammt einer Lehrerfamilie und wurde  am 17.Januar 1884 in Patschkau geboren. In seiner Vaterstadt besuchte er die Volksschule und Gymnasium und erhielt den  ersten Musikunterricht : Klavier , Orgel und Theorie. Von 1906 bis 1910 besuchte er das akad. Institut für Kirchenmusik in Berlin , seine Lehrer waren dort : Radecke , Thiel, v. Hennig, Egidl,Krause,Schröder. Danach war er an  der Meisterschule für Komposition Schüler von Friedrich Gernsheim . Von da ging es in die Praxis. 1907 -1910 Chorrektor in Berlin, zuerst bei Corpus Christi.  später bei St. Paulus . Von Berlin kehrte er in seine Heimat zurück und war von 1910 bis 1915 Lehrer am Konservartorium Cleplik in Beuthen

 


 Gustav Richard Ludwig Neumann ,

Ein oberschlesischer Welt - Schachmeister . Dieser Gustav Richard Ludwig Neumann , war ein Sohn  jenes Gustav Neumann, der 1826 die Neumannische Stadtbuchdruckerei in Gleiwitz  ( Tost - Gleiwotzer Kreisblatt - der ,, Wanderer " gründete ).  Am 15. Dezember 1838 geboren, besuchte Gustav Neumann  dann das Gleiwitzer Gymnasium . Als er noch in den untersten Klassen war , entdekte einer seiner Lehrer in ihm die überraschend große Begabung für das Schachspiel . Der junge Schüler gewann bei Spielen mit Erwachsenen nicht nur beinahe jede Partie, er vermochte sie auch hernach Zug um Zug wiederzugrben. Nach Absolvierung des Gymnasiums widmete sich Gustav Neumann in Breslau und Berlin dem Studium der Medizin , gab aber dann dieses  Studium auf , um ganz Berufsschachspieler zu werden. Bereits 1861 wurde er in Berlin Mitglied des akademischen Schachclubs. Berlin zählte damals eine ganze Reihe hervorragender Schachspieler, unter diesen als die bedeutendsten Dr. Suhle und Philipp Hirschfeld.Bald  stand der noch jugendliche Oberschlesier gleichwertig neben diesen  Größen , ja er setzte es durch , das er infolge seiner Erfolge mit  Suhle  zusammen stärkster Spieler geschätzt wurde. 1864 trat er als Gegner des berühmtesten deutschen Meisters Louis Paulsen auf, bei welchem Wettkampf der Meister nur mit kleiner Überlegenheit siegte. 1865 errang er bei, 5. Rheinischen Schachkongress in Elberfeld den 1.Preis im Hauptturnier und die Meisterwürde. Als 1867 anlässlich der großen  Weltausstellung in Paris ein internationales Schachturnier stattfand, spielte Neumann erfolgreich gegen  die anerkannten Weltmeister und trat damit in ihre Reihen, er schlug  Winawer ( 3:0 ) , den Spanier Colmayo ( 3:0 ) , den Frankopolen Rosentahal ( 5 : 0 ). Im gleichen Jahre holte sich Neumann beim Turnier  in Dundee in England , wozu er aufgrund seiner Erfolge eingelanden worden war, den 1.Preis ,obgleich der Weltmeister Steinitz an diesem Turnier beteiligt war. 1870 brachte das erste internationale  Schachturnier in Deutschland ( Baden - Baden ). Anderssen schlug dort  Steinitz , und Neumann schlug den Sieger Anderssen in zwei Partien . Von den Einzelspielen gewann er 21,  verlor 7 und schlicht 11. Neumann gab auch eine Rheie wertvoller Schriften  auf dem Gebiet der Schachliteratur.  Er starb 1881 in der Heilanstalt Allenberg bei Wehlau in Niederschlesien .

Druckerei und Vater C.F.Neumann

in Gleiwitz - Oberschlesien des Schachmeisters

 

 

 


 

 

 Albert Speer , Oberschlesier und Staatsrat .

Auch Staatsrat Speer ,der bekannte Generalinspektor für die Rheichshauptstadt  ,ist eng mit der  ,, lieben, alten Stadt " Kreuzburg verbunden. Seine Ahnen lebten vor mehr als 250 Jahren  in der oberschlesischen Kreisstadt . Der erste Ahn , der nach Kreuzburg kam ( noch vor 1815 war Kreuzburg in Niederschlesien ) , war Johann Gottfried Speer . Dieser wurde 18. Dezember 1748 zu Brieg geboren und zog 1772 nach Kreuzburg. Er bewohnte zu erst ein Haus in der Schloßstraße und kaufte  dann das Haus Horst Wessel Straß3 12.  Dessen älterster Sohn ,der auch Johann Gottfried hieß, ist der Urgroßvater von Staatsrat Speer gewesen. Er wurde 1779 geboren und starb 1846 . Sein jüngster Sohn Ernst Albert, Berthold, der 1828 geboren wurde und 1883  starb , verließ Kreuzburg  und zog nach Berlin. Dort besuchte er die Schinkel Akademie und widmete sich der Baukunst, die nach ihm auch sein Sohn und sein Enkel erfolgreich ausüben sollten . Bild Albert Speer ist am 19.März in Mannheim geboren.