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Anschriften in OS .

Adressen in Giesmannsdorf,Oppeln,Neiße,Beuthen

August Berg, Oppeln. Poschstr.Adressbuch Oppeln 1899August Berg, Oppeln. Poschstr.Adressbuch Oppeln 1899

 August Berg,Postschaffner Porschstr.21, Oppeln.Adressbuch 1899, einziger Berg.

 

 

 

 

 

Adressbuch  Oppeln 1909

August  Berg, Postschaffner  Sternstr.12, die anderen  sind  eingewandert aus Posen und keine Oberschlesier, hatten auch nichts mit uns zu tun, diese stehen ab 1936 nicht mehr im Oppelner Adressbuch .

 

 

Berg Anschrift bei Amand Brettschneider ,Giesmannsdorf 14.Korbmacher und HausbesitzerBerg Anschrift bei Amand Brettschneider ,Giesmannsdorf 14.Korbmacher und Hausbesitzer

August und Theresia Berg , Giesmannsdorf  Nr.14 im Kreis Neisse bei Korbmacher und Hausbesitzer ,Amand Brettschneider . Gemeinde-Vorsteher in Giesmannsdorf 1884

 

Anna Meyer, Witwe des Ober - Postschaffners, Neisse OS. AB-1912Anna Meyer, Witwe des Ober - Postschaffners, Neisse OS. AB-1912

 Anna Meyer in Neisse 1912/13

 


 

 Adressbuch Oppeln OS: 1934

Unsere

Familie Berg  früher aus Heinersdorf und Giesmannsdorf

1.Anna Berg,Stütze,Sternstr 12

2.August Berg, Oberpostschaffner.Sternstr 12

3.Joseph Berg,Rcheisbahn Insp. Gustav-Freitag Str.35

4.Kurt Berg, Kaufmann,Bäckeriinhaber,Bismarck 9

5.Martha Berg,Außwärterin,Sternstr.12

6.Paul Berg,Postassistent,Vogt Str.35a

7. Rudolf Berg, Handlungsgeh. Vogt Str.35a

 

 

 

 

 

Lexikon - Oberschlesien

                                                                       Große Oberschlesier und vergessene Helden 

 

 

 

Freiherr Joseph von Eichendorff

Als erster der großen Söhne oberschlesier Erde lebt Joseph Freiherr von Eichendorf  ( 1788 - 1857 ) heute mehr den je im Herzen der verlorenen Heimat des Dichters der oberschlesischen  Innerlichkeit und des oberschlesischen Volkes. Seine Heimat hütete Schloß Lubowitz. Die Geburtsstätte des Dichters und die das Sterbehaus in Neisse. Jedes Jahr in Nowember fand die Eichendorff - Woche statt.

 

 

 

 

 

Gustav Freitag

Gleich Eichendorff hat auch Gustav Freitag ( 1816 - 1895 ) tiefe Spuren im oberschlesischen Geistleben hinterlassen. " Soll und Haben,, die Ahnen, sind unvergessliche Werke. In seiner Vaterstadt hat sich eine Gustav Freitag Gesellschaft gebildet.Sein Sterbeort ist in Wiesbaden.

 

 

 

 

 

Friedrich von Sallet

Geboren in Neisse ( 1812 - 1843 ) , zunächst Offizier in Mainz und Trier, erkannte während seiner Kommandos an der Kriegsschule in Berlin, das seine Lebensaufgabe die Dichtung und Wissenschaft ist.

 

 

 

 

Georg Spieller von Hauendschild

Der sich als Schriftsteller Max Waldau nannte ( 1825-1855 ). Er rief 1850 dem deutschen Volke und seinen    Repräsentanten auf den Fürstenthrohnen und den Abgeordneten in den neuen Parlamenten zu  : .. Ein Leib , ein Leib nur für die deutsche Seele. Ein Deutschland nur. Nicht dreißig deutsche Länder, nur deutschen Grund für freie deutsche Herde, ein einzig Band staat all der bunten Bänder.                     Max Waldau verbrachte mit Ausnahme seiner Studienzeit , die ihn nach Breslau und Heidelberg geführt hatte , den größten Teil seines Lebens in Oberschlesien und starb in Oberschlesien im Dorf Tescheidt Kreis Kosel das 1942 in , Maxwaldau " umbenannt worden ist.

 

 

Alfred Nowitzki OppelnAlfred Nowitzki Oppeln

 Im Gedenken an Alfred Nowinski "

Alfred Nowinski, den treuen Sohn seiner Vaterstadt Oppeln , dem rastols schaffenden Mann im Schulhaus und im Dienst seiner Mitbürger, dem begnadeten Dichter unserer oberschlesischen Heimat gilt dieses Gedenken ,, Jeder echte Dichter ist ein Lehrer , jeder echte Lehrer ein Poet " , selten einmal passt dieses Dichterwort so auf den 51 jährigen Dahingegangenen . Nun bügeln seit Monaten die brauen Schollen über seinem Grab in Oppeln auf dem Friedhof an der Breslauer Strasse. Hier , wo sein Ausgang war, klang auch sein letztes Lied , im gesegneten Bezirk der Heimat.

,, Es wird mein Auge sich schließen dereinst zum ewigen Schlaf !

 18.August 1881 * - 19.Januar 1933 † , Oppeln OS.

 

  

Musik 

Die angeborene Musikalität des Oberschlesiers ist bekannt. Max Waldau hat über seine Landsleute einmal gesagt,, Nehmen Sie , welchen Kerl Sie wollen , der Oberschlesier hat zu allem Geschick "

1.

Johann Janirschek ,

aus Koschentin ( 1768 - 1806 ) , der vom Leibjäger des Grafen Sobek zum bedeutenden Orchesterdirigenten aufgestiegen ,

2.

Johann Sedlatzik ,

aus Oberglogau , Schneidergeselle ( 1789 - 1866 ),  der als Flötenvirtuose in allen europäischen Hauptstädten geliefert hat.

 

Josef Elsner ,

ein Sohn eines Tischlers und Instrumentenbauers  kam in Grottkau zur Welt , ( 1769 - 1854 ) , als Sänger und Violist am Breslauer Theater mitwirkte, später in Wien seine Studien beendete und schließlich über Brünn nach Lemberg kam , wo er als Musikdirektor und Komponist eine fruchtbare Tätigkeit entfaltete . Seit 1799 wirkte er in Warschau ( Herzogtum Preußen ), und erwarb sich dort den Ruf als Begründer der polnischen Oper. Elsner warein vielseitiger Komponist, der außer 25 Opern auch Symphonien, Quartette, Kantanten und Kirchenmusik hinterließ. Als Lehrer Chopons wird sein Name immer genannt.

 

 

 

 

 

Moritz Brosig ,

in Fuchswinkel Kreis Neisse geboren ( 1815-1887 ) in Breslau gestorben , Schlesiens bekanntester Kirchenkomponist und Organist .

Als jüngster Sohn eines Rittergutsbesitzers besuchte er das Katholische Matthias Gymnasium in Breslau.

Ab 1838 war er als Organist in St.Adalbert  tätig.

 

 

 

 

 

 

 

Heinrich Schulz ,

in Beuthen geboren ( 1838 - 1915 ), der als Musiker in Zierich , Wien und den größten Teil seines Lebens in Dresden wirkte und acht Symphonien, symphonische Dichtungen , vier Opern, Psalmen, Klavierkonzerte, Lieder und viele andere misikalische Werke schuf .

 

 

 

 

 

5.

Richard Wetz ,

Gleiwitz ( 1875 - 1935 ), Komponist, langjähriger Lehrer an der Staatlichen Musikhochschule in Weimar und Leiter der Singakadamie in Erfurt. Als Symphoniler erinnert er an Bruckner, in seinen übrigen Kompositionen hat er Werke eigenster Prägung geschaffen.

6.

Gertrud Grabowski ,

Gertrud Grabowski , OppelnGertrud Grabowski , Oppeln

gestorben am 19.1.1931 in Oppeln , Sternstraße 53

So still wie sie gelebt hat, ist sie gestorben.

Ihre Schwester war die Zeichnerin und Zeichenlehrerin Elisabeth Grabowski.

Heimatlieder waren ihre Werke "

In früher Judend elternlos geworden , stand sie gar bald auf eigenen Füßen . Nach dem Besuch des Lette-Hauses in Berlin, nahm sie daselbst im einem großen Kaufhaus eine Vertrauensstellung ein, in der sie, durch ausgezeichnete Sprachkenntnisse befähigt, den Schreibwechsel mit den ausländischen kunden besonders in Amerika und Russland führt. Diese Stellung musste sie nach mehr als 12 Jahre krankheitshalber aufgeben. Sie lebte mit ihrer lieben Schwestern in Oppeln,mit der in gleichen Schaffen ihr verbundenen Schwester Elisabeth ,Malerin in Oppeln.

 

Bildhauer:

Zu den großen Bildhauern des 19. Jahrhunderts gehören auch zwei Oberschlsier.

1.

August Kiß ,

aus Paprotzan Kreis Pleß  ( 1802-1865 ) ,Schüler von Rauch und Tieck in Berlin

Die Amazone, vor der Nationalgalerie , der St. Georgsritter " im Schlachthof in Berlin und Denkmäler Friedrich Wilhelm III. in Breslau und Königsberg waren seine Meisterwerke

2.

Theordor Kalide,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Königshütte ( 1801-1863 ), Werke in seiner Vaterstadt  Königshütte das Redenstandbild :

Schlafender Löwe für  Herzog Eugen von Württemberg als er auf seinen Besitz seit 1815 in Carlsruhe lebte. 

 

 

 

Wohnhaus in Carlsruhe OS.

Seit 1815 Theodr Kalides 

 

 

 

 

 

 

 

Schlafender Löwe in Carlsruhe OS. 

 

 

 

 

 

Weitere Werke Kalides :

Knabe mit Schwan in Königshütte,

Knabe mit Schwan in Gleiwitz,

Schlafender Löwe in Beuthen,

Wachender Löwe in Gleiwitz Villa Caro,

Wachender Löwe in Gleiwitz Villa Caro,

Kustusoff - Denkmal

Löwe des Seydlitz - Grabmals

Figurengruppe 

3.

Johannes Böse ,

Tischlersohn aus Ratibor ( 1856 - 1917 ),  errang einen ersten großen Erfolg seiner künstlerischen Laufbahn als Sieger in dem Wettbewerb um das große Kriegerdenkmal auf dem Berlinder Garnisionfriedhof . Für die Siegesallee der Reichshauptstadt schuf er die Denkmäler Albrechts des Bären und König Friedrich I. , die Gruppe des Markgrafen Albrechts II. , sowie Kaiserdnkmäler für Städte Barmen, Brieg,Fulda,Neustadt,Oels,Posen und Stolp. Mit dem Eichendorff - Denkmal  hat er seiner Vaterstadt Ratibor eines der schönsten Kunstwerke geschenkt, die wir in Oberschlesien hatten.

 

 

 

 

 

Kurt Spirille , Bildhauer Oppeln

Ein Oppelner Bildhauer hat den Versuch unternommen , zu existieren , durch Hände seiner Arbeit zu existieren . 

In seiner Mutter mit Kind ,fließt etwas herbes, Eckiges ein. Dasselbe Motiv in Stein, an dem mir klar wird, das Spirelle ein Bildhauer im wörtlichen Sinne nicht ist,sondern ein Former, ein Modelleur , dessen künstlerisches Empfinden , dessen Schöpfertum in den Fingerspitzen liegt.

 

 

 

 

Ludwig Peter Kowalski

Dieser Name ist in der Kunstgeschichte ein Begriff geworden. Ludwig Peter Kowalski ist ein Oberschlesier. Er wurde am 1.August 1891 in Neuheidug bei Königshütte geboren. Mit 18 Jahren besuchte er in Breslau die Akademie für Kunst und Kunstgewerbe, jedoch blieb Oberschlesien für seine menschliche und künstlerische Entwicklung mit entscheidend . Im Weltkrieg wurde er 1918 schwer gasvergiftet und verschüttet, entging jedoch nach mehreren Augenoperationen der Erblindung , so das er sich weiter seinem künstlerischen Schaffen widmen konnte. Späterhin war er an der Handwerkerschule in Breslau als Lehrer für Glasmalerei und Töpferei tätig. Seine Glasfenster sind im ganz Deutschland und darüberhinaus  bekannt.Die Ausgestaltung  der der Kuppel in der Jahrhunderthalle in Breslau,unter Max Berg ist einer seiner Werke.

 

Maler und Zeichner

Elisabeth Grabowski 

 Alles für die Heimat, für sich nichts !

Das kann man wahrlich von unserer verehrten Mitarbeiterin Elisabeth Grabowski , die immer und in selbstloser Weise für ihre Heimat Oberschlesien und ihr Volk eingetreten ist, stark wie ein Mann , mit ganzer Seele, wie nur eine Frau es kann.  Wir werden und wir können ihrer nicht vergessenen, die am 11.Februar 1929 gestorben ist.

Aus dem Bild schauen ihre seelenvollen Augen uns entgegen, aus ihren Büchern strahlte ihre ganze Seele.Greifen wir zu ihren Werken, besonders zu den,, Kreuzen am Weg " und zu den ,, Wanderungen durch oberschlesische Städte. " 

Sie zeigen uns die Heimat und ihre Menschen,und als leuchtendes Beispiel der Heimatliebe steht allezeit von ins.

Elisabeth Grabowski war die Schwester von Gertrud Grabowski.

 

 Baumeister

Erich Friedrich Zwirner ( 1802-1861 )

Mit einigen der repräsentativsten deutschen Bauwerke sind die Namen oberschlesischer Baumeister  für alle Zeiten verbunden. Ernst Friedrich Zwirner aus Jakobswalde Kreis Cosel  hat von 1833 bis zu seinem Tod die Leitung des Kölner Dombauers innegehabt. Am 15.Oktober 1860 konnte er den goldenen Stern auf den Mittelturm setzen. Unter ihm ist dieses gewaltige Bauwerk, an dem vor ihm Generationen seit Jahrhunderten gearbeitet haben , ein großes Stück der Vollendung nähergekommen . Daneben hat er die Pläne für andere Bauten entworfen, u.a. für die Apollinariskirche  in Remagen, für die Schlösser Herringen, Argenfels am Rhein und Moyland bei Cleve und für den Chor der Schweriner Schloßkirche. Zwirners Fleiß war so groß , das seine Frenunde ernsthaft behaupteten, er habe sich zu Tode gearbeitet.

 

Julius Raschdorff  ( 1823 - 1914 )

Den Dom, eine der größten architektonischen Schöpfungen der Reichshauptstadt Berlin , hat Julius Raschdorff geplant und ausgeführt. Er war einer der fruchtbarsten  Baumeister des 19.Jahrhunderts gewesen, der in Berlin an weiteren Bauwerken u.a. die Englische Kirche , das Mausoleum an der Friedenskirche in Potsdam und das Sommer-Palais im Bellevue - Garten geschaffen hat. Das Kronprinzenpaar hat er in baukünstlerischen Fragen beraten, an der Technischen Hochschule in Berlin Charlottenburg eine ganze Generation deutscher Architekten ausgebildet und hier auch ein Architekturmuseum gegründet. Sein Gesamtschaffen umfaßt einschließlich der Um -und Erweiterungsbauten etwas 17 Kirchen,  4 Grabkirchen, sowie zahlreiche Schlösser, Privat - und Geschäftshäuser.

 

August Kirstein ( geb. 1856 )

August Kirchstein aus Cosel baute Dorfkirchen, Schulen und zahlreiche andere öffentliche Gebäude, er leitete unter seinem Lehrer, Professor Schmidt in Wien , den Dombau in Fünfkirchen , restaurierte den Brünner Dom und vollendete die Kaiser - Jubiläums - Kirche in Wien. 

 

Wissenschaftler

 

Nicht weniger zahlreich als die Dichter , Musiker und Künstler sind die aus Oberschlesien stammenden Wissenschaftler, die auf ihren Fachgebieten nicht selten Weltruf erlangt haben. In Köppernig Kreis Neisse waren die Ahnen des Mannes ansässig, der als Neugestalter der Astronomie und Schöpfer eines neuen Weltbildes in die Kulturgeschichte eingegangen ist " Nikolaus Koppernikus " . 

 

Josef Strzygowski ( 1862 - 1941 )

Josef Strzygowski aus Nußdorf bei Biala , hat auf dem Gebiet der Kunstgeschichte das Tor zur geistigem Neuland geöffnet, für die gesamte Kunstwissenschaft neue methodische Grundlagen entwickelt und insbesondere die Bedeutung des Orients für die Entwicklung der abendländischen Kunst zur allgemeinen Anerkennung bringen wollen.   Wiederholte Forschungsreisen führten ihn in die Mittelmeerländer und  in den Norden Europas, dessen Anteil an der bildenden Kunst er herausstellte.   Er hat auch eine große Zahl wissenschaftlicher Bücher geschrieben . Als letztes Werk dieses Kunsthistorikers von Weltruf ist nach seinem Tod, ,,Europa Machtkunst im Ramen des Erdkreises " 

 

Hermann Luchs ( Lux ) ( 1826 - 1886 )

In der Erforschung der Geschichte und Kunstdenkmäler Schlesiens hat Hermann Luchs aus Beuthen seine Lebensaufgabe gesehen. Als Kustos ist er die Seele des Schlesischen Altertumsvereins in Breslau gewesen , hat an den Sammlungen des Altertumsmuseums hervorragenden Anteil und viele wertvolle Vorarbeiten für das Werk von Lutsch über die Kunstdenkmäler Schlesiens geleistet . Seine zahlreichen Abhandlungen und grundlegende Beiträge zur schlesichen Geschichtsschreibung .

 

Karl Dziatzko ( 1842 - 1903 )

Aus Neustadt OS. , ist einer der größten Bibliothekare des 19.Jahrhunderts gewesen. Für die 350000 Bände der Breslauer Staats - und Universitätsbibliothek hat er mit seinen Mitarbeitern einen alphabetischen Zettelkatalog angelegt und eine eingehende Instruktion dafür ausgearbeitet , die zum Vorbild  für die spätere  ,, Preußische Instruktion " wurde und nach im Ausland starke Beachtung fand.  Als Professor Bibliothekswissenschaft an der Universität in Göttingen hat er bahnbrechende Arbeiten verfaßt . Über 165 Einzelarbeiten , darunter auch solche aus dem Gebiet der klassischen Philologie , entflossen seiner fleißigen Feder.

 

Vinzenz Kollar ( 1797 - 1860 )

aus Kranowitz Kreis Ratibor,  seit 1818 am Wiener Hof - Naturalienkabinett tätig, zunächst als Kustos , seit 1851 als Vorstand , hat er in über hundert Schriften die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten zusammengefast .

 

Johannes Dzierzon ( 1811 - 1906 )

Der Bienenvater aus Bienendorf , Kreis Kreuzburg war und ist der größte Bienenversteher aller Zeiten, in der Geschichte der zoolologischen Wissenschaft eingegangen . Die Entdeckung der Parthenogenesis  ( Jungfernzeugung ) der Bienenkönigin und die Erfindung der beweglichen Wabe gehen auf ihn zurück.

 

Theodor Kotschny ( 1813 - 1866 )

Die Nachbarläder des damaligen Reiches und andere Erdteile , vor allem die Mittelmeerländer , hat sich Theodor Kotschny aus Ustron, Kreis Teschen , als Forschungsgebiet ausgesucht . In Wien, wo er als Kustos am botanischen Hofkabinett arbeitete, konnte er die Ergebnisse seiner Forschungsreisen  auswerten . Das Prachtwerk ,, Die Eichen Europas und des Orients , und andere Bücher wie ,, Der Libanon und seine Alpenflora ( 1864 ) und ,, Die Insel Zypern " haben seinen Namen bekannt gemacht.

 

Ferdinand Freiherr von Richthofen ( 1833 - 1805 )

aus Carlsruhe Kreis Oppeln . Vieljähriger Forschungsreisen führten ihn nach Ostasien und Amerika. Sein Chinawerk gehört zu den größten Werken Landeskundlicher Erforschung. Die sogenannte ,, äolische Lößttherorie  , das sich bei der gelben Erde um eine Staubablagerung im Steppenklime handelt, gehört zu den berühmtesten Ergebnissen seiner Forschungen in China . 1873 wurde er Präsident der Gesellschaft für Erdkunde in Berlin. Rektor der Berliner Universität. Rektor der Berliner Universität war er 1903/04 . Die erste Lokomotive der Schantung - Eisenbahn erhielt seinen Namen. Bis zum Weltkrieg I.  kamen seine Schüler , von denen die berühmtesten der Südpolarforscher von Drygaski und der Schwede Sven Hedin waren.

 

Medizin

 

Aus der Reihe der großen Mediziner oberschlesischer Herkunft  werden von mir zwei Männer erwähnt.

Adalbert Czerny ( 1863 - 1941 )aus Scjakowa Kreis Krenau

und 

Gerhard Wagner ( 1888 - 1939 ) aus Königshütte bei Chorzow 

Als Begründer der modernen deutschen Kinderheilkunde ist Prof. Dr. Czerney ,der nach mehrjähriger Lehrtätigkeit in Breslau und Straßburg fast zwei Jahrzehnte in Berlin wirkte und dort als Direktor die Universitätskinderklinik  geleitet hat , in der Geschichte der deutschen Medizin eingegangen .               Die Weltgeltung der deutschen  Kinderheilkunde ist sein Verdienst. Seine Bücher über Säuglingsernährung , Schlaf im Kindesalter und Kindererziehung gehören zu den grundlegenden Werken der medizinischen Literatur.

Dr. med. Gerhard Wagner hat nach seiner Rückkehr von der Front des ersten Weltkrieges im Freikorps Epp für seine  Heimat gegen die Vertreibung 1921 der deutschen Oberschlesier aus ihrer Heimat  mitgekämpft.

 

Justiz 

 

Heinrich Gottlob von Mühler ( 1780 - 1857 ) ,

aus Luisenhof bei Pleß. 1932 wurde er Justizminister für die östlichen Provinzen , 1838 übernahm er die Leitung der gesamten Justizverwaltung Preußens . Wichtige Reformen , insbesondere auf dem Gebiet des Zivilprozessrecht , hat er durchgesetzt .

 

Adolf Pratobvera Freiherr von Weisborn  ( geb. 1806 ) ,

aus Bielitz . Österreichischer Justitzminister wurde im Februar 1861 .Ein Augenleiden zwang ihn , nach fast zweijähriger Amtstätigkeit als Minister zurückzutreten und die von ihm eingeleitete Justitzreform seinem Nachfolger zu überlassen. Als  Landmarschall von Niederösterreich und Mitglied des Herrenhauses des österreichischen Reichsrates war er eine der führenden Persönlichkeiten des politischen Lebens in Wien, er hat auch viele juristische und politische Schriften verfaßt. Sein Vater , 

Karl Joseph Pratobevera aus Bielitz  ( 1769 - 1853 ) ,

der Sohn eines aus Italien nach Bielitz zugewanderten Kaufmannes , hat in Krakau als Appellationsrat hohes Ansehen erworben und später beim Entwurf zum Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch mitgewirkt und das ,, Kundmachungspatent ,, dafür entworfen . 1824 wurde er Rektor der Wiener Universität , später Direktor der juristischen Studien und 1829 für seine großen Verdienste um das österreichische Rechtswesen in den Ritterstand erhoben mit dem Prädikat : Freiherr von Weisborn.

 

Ernst Traugott von Kortum ( 1752 - 1811 ) ,

aus Bielitz . Im Osten Europas hat Ernst Traugott von Kortum fast drei Jahrzehnte in Lemberg , zunächst als  Gubernialrat , dann als Chefpräsident der Landesverwaltung von Galizien seinen Namen mit Geschichte dieses Gebietes verbunden. 

 

Dr. Richard Holtze  ( 1824 - 1891 ),

aus Belk, Kreis Rybnik . Als Gründer von Kattowitz und oberschlesischer Kulturpionier lebte er in Kattowitz . Der vielseitige Arzt erweckte das kulturelle Leben , gründete Vereine, setzte es durch , das Kattowitz 1865 Stadtrechte und wenige Jahre später ein Gymnasium erhielt , und vertrat die Belange seiner Heimat in Berliner Abgeordnetenhaus . Viele Jahre bekleidete  er, der als volkstümlicher Redner seine Mitbürger zu begeistern und für fortschrittliche Bestrebungen mitzureißen vermochte. Das Amt eines Stadtverordnetenvorstehers . 

 

Dr. Johann Demel , Rechtsanwalt ,

Bürgermeister von Teschen , wirkte fast der gleichen Zeit wie Holtze in Kattowitz . 1848 schickte ihn der Kreis Teschen nach fast einstimmiger Wahl ins Frankfurter Parlament. Von 1861 bis zu seinem Tod war er Stadtoberhaupt . 1867 verlieh ihm der Kaiser das Adelsprädikat ,, Ritter von Elswehr ( Olsawehr )

 

Erfinder 

 

Professor Dr. Walter Reichel  ( geb.1867 ) ,

aus Laurahütte . Ein Pionier der elektrischen Bahnen ist Geheimrat Professor Dr. Walter Reichel aus Laurahütte der 1889 den Bügelstromabnehmer erfand und das System der elektrischen Ausführung der 1902 in Berlin eröffneten Hoch - und U - Bahn erfand , deren Inbetriebsetzung er leitete.

Professor Dr. Oskar Niemcek : Der damalige Rektor der Technischen Hochschule in Berlin - Charlottenburg aus Rybna, Kreis Tarnowitz, Professor des Markscheidewesens  und der Bergschadenkunde , war viele Jahre in Oberschlesien als Markscheider , Landmesser und zuletzt als Bergwerksdirektor tätig und gehört zu den ersten Fachmännern Deutschlands auf seinem Gebiet .