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ADRESSBÜCHER

Adressen in Giesmannsdorf,Oppeln,Neiße,Beuthen

August Berg, Oppeln. Poschstr.Adressbuch Oppeln 1899August Berg, Oppeln. Poschstr.Adressbuch Oppeln 1899

 August Berg,Postschaffner Porschstr.21, Oppeln.Adressbuch 1899, einziger Berg.

 

 

 

 

 

Adressbuch  Oppeln 1909

August  Berg, Postschaffner  Sternstr.12, die anderen  sind  eingewandert aus Posen und keine Oberschlesier, hatten auch nichts mit uns zu tun, diese stehen ab 1936 nicht mehr im Oppelner Adressbuch .

 

 

Berg Anschrift bei Amand Brettschneider ,Giesmannsdorf 14.Korbmacher und HausbesitzerBerg Anschrift bei Amand Brettschneider ,Giesmannsdorf 14.Korbmacher und Hausbesitzer

August und Theresia Berg , Giesmannsdorf  Nr.14 im Kreis Neisse bei Korbmacher und Hausbesitzer ,Amand Brettschneider . Gemeinde-Vorsteher in Giesmannsdorf 1884

 

Anna Meyer, Witwe des Ober - Postschaffners, Neisse OS. AB-1912Anna Meyer, Witwe des Ober - Postschaffners, Neisse OS. AB-1912

 Anna Meyer in Neisse 1912/13

 


 

 Adressbuch Oppeln OS: 1934

Unsere

Familie Berg  früher aus Heinersdorf und Giesmannsdorf

1.Anna Berg,Stütze,Sternstr 12

2.August Berg, Oberpostschaffner.Sternstr 12

3.Joseph Berg,Rcheisbahn Insp. Gustav-Freitag Str.35

4.Kurt Berg, Kaufmann,Bäckeriinhaber,Bismarck 9

5.Martha Berg,Außwärterin,Sternstr.12

6.Paul Berg,Postassistent,Vogt Str.35a

7. Rudolf Berg, Handlungsgeh. Vogt Str.35a

 

 

 

 

Aus Klodebachs Vorzeit , von Lehrer Beck , Heinersdorf OS.

 

Heimatort von Lehrer Beck  war  Klodebach , ein Dörflein  von ungefähr 700 Einwohnern  im Jahre 1930 im Kreis Grottkau. Es liegt am gleichnamigen Flüßchen , einem Nebenfluß des Frandorfer Wassers.

Die Umgebung dieses Ortes ist geschichtlich äußerst interessant . Wollen wir die betreffenden Punkte etwas näher kennen lernen , schlage ich eine kleine Wanderung vor.

Wir begeben uns zum Nordausgang des Dorfes hinaus und gehen in der Richtung auf Spinau zu , einer kleinen Kolonie . Kurz vorher biegen wir links ab und gelangen auf einen Weg , der seit alten Zeiten unter dem Namen ,, Blinde Straße "  bekannt war . Es ist dies ein von früher her übrig gebliebener Teil des kürzesten Verbindungsweg zwischen Neisse und Breslau. Noch seine Großeltern erzählten , das vor dem Bau von Strassen und Eisenbahnen  der Weg oft zur Reise nach Breslau benutzt wurde ,, Blinde Strasse" soll er heißen , weil der Alte Fritz diesen Weg benutzt haben soll, um ungesehen die Festung Neisse zu erreichen. Wir bemerken beim Wandern auch, das der Weg zwischen Hügeln und Wald so versteckt verläuft , das es wirklich einem Trotz Soldaten möglich war,  ungesehen denselben benutzen zu können.

Sind wir auf dieser Strasse nun eine Weille , vielleicht eine Viertelstunde gewandert , schneidet ihn die von Klodebach nach Seiffersdorf führende Strasse , und wir kommen in einen Waldteil , der den Namen ,, Siecha" führt .Siecha deutet auf Wasser , und wir finden auch , das der Teil des Waldes noch heute sehr sumpfig ist. Hier kommen wir nun an den geschichtlich wichtigen Teil . Im diesem Waldstücke , eine Viertelstunde von der Strasse entfernt , bemerken wir , das sich ziemlich tief in den Wald Dämme hineinziehen , die noch heute sehr erhalten sind , und den Namen  ,, Schwedenschanzen " führten . Man kann noch heute ganz gut feststellen , das sie ein Viereck bildeten , also eine befestigte Schanze darstellen . An der westlichen Ecke dieser Schanze bemerken wir einen Hügel , der von einem breiten sumpfigen Graben umschlossen ist . Heute ist der Hügel mit Bäumen bewachsen . Welches war nun der Zweck dieser Befestigungsanlage ? Um den zu ergründen , müssen wir uns erst einmal über die Wichtigkeit dieser ,, blinden Straße " klar werden .

In frühester Zeit , vielleicht in der Zeit , als Christus geboren wurde , herrschte auf dieser Strasse ein recht reger Verkehr. Ganze Karawanen kamen aus dem Süden und zogen gegen Norden , um Tauschhandel zu treiben . Diese Karawanen nun nutzten an solchen Schanzen Tribut zahlen , wenn sie ungehindert weiterziehen wollten. Die Schanze nämlich war eine menschliche Ansiedlung , und niemand durfte ohne Tribut durch die Schanze ziehen . Um nun im Vorteil zu sein , hatten sich die Schanzenleute eben so ein Verteidigungswerk angelegt .Die Einnahme desselben war infolge der hohen Wälle mit dem davorliegenden Graben schwer . War das darumliegende  Gelände noch dazu sehr sumpfig und unwegsam , wie es hier der Fall war , dann war das für die Verteidiger der Schanze noch von großen Vorteil . Diese Schanze stand natürlich mit anderen Schanzen in Verbindung. Und wir werden staunen , wie einen guten Ausblick man nach Ersten , gegen das Dorf Zauritz , hat , trotz der Hügel und Wälder . Und dort oben lag eine zweite Schanze , mit der man sich durch Feuerzeichen sehr gut verständigen konnte. Diese Zauritzer Schanze ist heute auch noch zu sehen ,leider in umgeänderter Form . Beim Strassenbau zwischen Groß Karlowitz und Zauritz ließ der Baumeister zur  Erinnerung an eine liegende  alte Schanze einen Hügel an  der Strasse , nahe bei Zauritz , errichten . 

Diese Zauritzer Schanze stand wieder in Verbindung mit einer nach Süden zu gelegenen Schanze , die bei Nowag lag , in der Gegend , wo heut die sogenannte ,, Weiksäule " steht . Von hier aus konnte man gut das herannahen einer Karawane bis Neisse beobachten und konnte auch schnell die anderen Schanzen durch Flammenzeichen verständigen . In späterer Zeit konnte der Tribut der Handelskarawanen die Schanzenbewohner nicht mehr ernähren . Entweder blieben die Karawanen aus , oder aber sie benutzten andere Strassen .  Die Schanzenleute suchten sich andere Beschäftigung. Sie wurden , was man kaum glauben möchte, Hüttenleut und siedelten  sich in einem Dorf an , das westlich der Schanze lag und Taschwitz genannt wurde . Das Erz lieferte ihnen das hier vorkommende Raseneisenerz , das sie östlich der Strasse auf den sogenannten ,, Ruhrwiesen " schmolzen und verarbeiteten . Ihre ,, Hochöfen " waren brunnenschachtartige Höhlen , die beim Drainieren der Ruhwiesen um das Jahr 1900 öfters aufgedeckt wurden. Auch Schlackenstücke wurden noch 1930 dort gefunden . Betrieben derselben lieferten ihnen die oberhalb der Wiesen gelegenen Teiche . Diese Teiche waren verschwunden , nur ihre Dämme waren erhalten geblieben , samt dem zufließenden Bächlein . Seit Jahren aber hat die Teiche der Besitzer des Waldes , Herr Graf von Matuschka , wieder in Ordnung bringen lassen . Das Herrn Lehrer Beck Annahme wohl richtig ist , beweist , das sein Großvater , wenn er auf jene Wiesen  ging, sagte , er gehe in die Hütten.Natürlich konnte er sich den Zusammenhang nicht deuten , sondern er hatte diese Ausdrücke nur von seinen Vätern . Ein in der Nähe gelegener Waldteil führt noch heute den Namen ,, Hundesalle " , wohl mit Hund , dem Förderwagen des Bergmannes , zusammenhängend. 

Hier auf dem Deiche  laden uns auch idyllisch gelegene Ruhebänke zur kurzen Rast ein. Und gut lässt es sich hier am Teichesrand im Waldesdunkel träumen und jener Zeiten gedenken !

Text von Lehrer Beck in Heinersdorf Kreis Neisse.