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ADRESSBÜCHER

Adressen in Giesmannsdorf,Oppeln,Neiße,Beuthen

August Berg, Oppeln. Poschstr.Adressbuch Oppeln 1899August Berg, Oppeln. Poschstr.Adressbuch Oppeln 1899

 August Berg,Postschaffner Porschstr.21, Oppeln.Adressbuch 1899, einziger Berg.

 

 

 

 

 

Adressbuch  Oppeln 1909

August  Berg, Postschaffner  Sternstr.12, die anderen  sind  eingewandert aus Posen und keine Oberschlesier, hatten auch nichts mit uns zu tun, diese stehen ab 1936 nicht mehr im Oppelner Adressbuch .

 

 

Berg Anschrift bei Amand Brettschneider ,Giesmannsdorf 14.Korbmacher und HausbesitzerBerg Anschrift bei Amand Brettschneider ,Giesmannsdorf 14.Korbmacher und Hausbesitzer

August und Theresia Berg , Giesmannsdorf  Nr.14 im Kreis Neisse bei Korbmacher und Hausbesitzer ,Amand Brettschneider . Gemeinde-Vorsteher in Giesmannsdorf 1884

 

Anna Meyer, Witwe des Ober - Postschaffners, Neisse OS. AB-1912Anna Meyer, Witwe des Ober - Postschaffners, Neisse OS. AB-1912

 Anna Meyer in Neisse 1912/13

 


 

 Adressbuch Oppeln OS: 1934

Unsere

Familie Berg  früher aus Heinersdorf und Giesmannsdorf

1.Anna Berg,Stütze,Sternstr 12

2.August Berg, Oberpostschaffner.Sternstr 12

3.Joseph Berg,Rcheisbahn Insp. Gustav-Freitag Str.35

4.Kurt Berg, Kaufmann,Bäckeriinhaber,Bismarck 9

5.Martha Berg,Außwärterin,Sternstr.12

6.Paul Berg,Postassistent,Vogt Str.35a

7. Rudolf Berg, Handlungsgeh. Vogt Str.35a

 

 

 

 

NEISSE - OBERSCHLESIEN

Was kaum bekannt ist, aber bis heute in Oberschlesien sichtbar ist, das sind die wunderschönen Schlösser, Rathäuser, Geschäftshäuser- und Kirchen  die noch  aus der italienischen Zeit in Oberschlesien geblieben sind  . 

Quellen :  Rechnungsbücher,Grund-und  Stadtbücher , Fachliteratur z.B. , Die Chronik der Reichskrämerhäuser in Oppeln von Friedrich Kaminsky, 1926..

 

 Oberschlesien ohne Italiener 

Gebaut von....

 

 

Maurern aus Italien 

Naklo bei Tarnowitz

Brieg in Niederschlesien

Neisse in Oberschlesien

 

                                                            

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                  Wir Oberschlesier sind  "

Hugenotten,Sorben,Dänen, vertriebene aus Süd Tirol, Schweden,Russen,Böhmen,Mähren,Ungarn,Polen,Kaschuben, Galizier,Katalanen, Juden , Spanier, Belgier,Britten, Franzosen, Österreichern und Deutschen,wär noch ?  " Oberschlesien war vor 1871  Multikulti , und ein Beispiel für Europa  "

Vorwort :

Der mächtigen Geistesbewegung  der Renaissance , die mit Beginn des 15.Jahrhunderts in Italien ihrem Anfang nahm, wieder an die Formen der kaiserlichen Altertums anknüpfte und einen mächtigen  Umschwung in der Bauweise herbeiführte, verdanke wir auch in Oberschlesien und ganz besonders in Schlesien eine Reihe herrlicher Bauten. Es waren auch hier italienische Baumeister, die in Verbindung mit der heimatlichen Formenmotive von heiterer Schönheit schufen. Aber nicht nur die Dynastien haben uns Zeugen der Renaissance hinterlassen, sondern auch Kirchen,Stadtgemeinden und Reiche Bürger waren Förderer der von außen kommenden Kunstströmung. Die frühzeitige Einführung der Renaissance in Schlesien erklärt sich naturgemäß aus den Hadelsverbindungen mit Italien. Jedoch waren noch andere Einflüsse in der Baukunst wahrnehmbar, z.B., niederländische und Danziger, oft auch lokale, so das es manchmal zu Stilwidrigkeiten kam. Eine besonders hervorragende Stellung in der Baugeschichte Schlesiens nahmen die Brieger Architekten ein. Obgleich Brieg nicht zu Oberschlesien gehört, bringen wir dennoch zwei nicht die heutige provinzielle ,, Grenzlinie,, ziehen lässt. Wir beziehen Brieg auch deshalb mit ein, weil es interessant ist,festzustellen, wie die direkte Einführung der Renaissance in Italien nicht nur der Neisser und Brieger Architektur eine unterschiedliche Note gegenüber der Breslauer verleiht, sondern weil sich von hier aus auch die Fürsten Friedrich II., und Georg II:; in Sachsen und Mecklenburg ( Schweriner Schloss  ). Das Brieger Rathaus , das den 1547 aus Mailand vom Herzog als Schloßbaumeister berufen Jacob Baar  der Wahle zum Architekten hatte. 1572 wurde dieses durch Brand zerstörte Rathaus vollendet. Trotz der welschen Herkunft seines Meisters ist hier das Bauwerk von echt deutscher malerischer Wirkung entstanden.  Dagegen birgt Neisse neben einem schlanken, in eine elegante nadelscharfe Spitze auslaufenden Rathausturm, das Kämmereigebäude eine Perle der Spätrenaissance , wie sie nur wenige westdeutsche Städte aufzuweisen haben. Der etwas 1604 errichtete Bau fällt in die Übergangszeit der Spätrenaissance zum Barock und ist in seiner harmonischen Gesamtwirkung und phantasievollen Ornamentierung geradezu bestechend.

Mausoleum Graf Alexander v.MagnisMausoleum Graf Alexander v.Magnis

Eckersdorf Grafschaft Glatz, Mausoleum des Grafen Alexander von Magnus , italienischer Herkunft aus Norditalien.

Alexander Magnus starb 1817 in Eckersdorf Grafschaft Glatz, wegen der Verbindung zu seinem italienischen Freund und Eisengießereibesitzers Franz Galli  nach Gleiwitz, wurde in der Gleiwitzer Gießerei  die Bürste von Künstler Christian Daniel Rauch 1818 zum Auftrag gegeben.

Der Künstler C.D. Rausch  war der Leher der beiden Künstler  des 19.Jahrhunderts August Kiß aus Paprotzan , Kreis Pleß ( 1802-1865 ) und Theodor Kalide aus Königshütte bei Chorzow ( 1801-1863 ) . Kis war nach seiner Lehrzeit in der Gleiwitzer Hütte Schüler von Rauch und Tieck in Berlin. Die Amazone , vor der Nationalgalerie , St. Georgritter , in Schloßhof in Berlin und die Denkmäler Friedrich Wilhelms III. In Breslau und Königsberg sind einzige Meisterwerke von Kiß. Auch den Obelisk in Ullersdorf  hat  Graf Magnis in Gleiwitz in  Auftrag gegeben. 

 

 

Geschichte über die eingewanderten  Händler und welschen Baumeister aus Norditalien in Schlesien

Sammlung aus Chroniken,Urkunden,Kirch,Grund-und Steuerbüchern aus Oberschlesien in Oppeln

Neisse in OberschlesienNeisse in Oberschlesien

Neisse OS, und die Sudeten "

 

Zwei Verhältnisse aus dem Jahr 1465 von Margarete Hornig und aus dem Jahr 1467 von Peter Neumann , deren Ausführung der Reichskämerinnung übertragen wurden , beanspruchen insofern unsere Aufmerksamkeit, als aus der jährlichen Rechnungslegung die Namen der jeweiligen Ältesten hervorgehen. In lückenloser Reihenfolge ziehen die Namen ab 1560 an uns vorüber, die leider nur einen Teil der gesamten Reichkamer  darstellen. 

Erst von 1728 ab nennt ein Aufnahmebuch sämtlicher Reichkramer . Dabei  fällt auf, das in der Zeit von 1728 bis 1765 nicht weniger als 13 Träger italienischen Namen sich einschreiben ließen , die aber nach 1805 wahrscheinlich wegen den Preußen in Neisse alle bis auf Croce, Pino und  Zerboni , wieder aus Neisse verschwunden sind .

J.B. Zerboni in NeisseJ.B. Zerboni in Neisse

 1 ) Zarboni.  Neisse Oberschlesien,

 2 ) Breslau, unter Hoyn Niederschlesien , verhaftet 1811 in Magdeburg

 3 ) Posen-Warschau 1802 President des Preuß.Herzogtum Warschau ) , der italienische Preuße !

1 ) Im Jahr 1836  gründete der Kaufmann Senior Bernhard Zerboni gest. 1834 ein Institut für 6 arme katholische Mädchen im Alter von 6 bis 15 Jahren, die neben dem Schulunterricht  vor allem  in der Hauswirtschaft ausgebildet werden sollen, er war somit der Erfinder der Hauswirtschaftslehre für Mädchen in Oberschlesien ,das Beispiel hat nicht nur in Oberschlesien für ein Aufschwung in der Gast-und Hotelwirtschaft gesorgt.

Kaufmann Junior, Johann Bernard Zerboni , eröffnet und bestimmt am 02.Mai 1836 das Mädchenwaisenhaus welchens aus ganz oder halb Weisen sind , er hatte  selbst eine Halbwaisentochter 

Anna Josephina Hedwig Zerboni geb.um 1836 in Neisse, verheiratet mit Herrmann von Förster geb. um 1833 zu Lassart Kreis Neisse .

Zerbonistrasse in Neisse OS.Zerbonistrasse in Neisse OS.

Die nach Zerboni benannte Zerbinistraße in der das Feuerwehrgerätehaus Neisse 1913 erbaut wurde

Zerboni gehörte so wie fast alle aus dem römisch -  german.Reich ital. Familien in Österreich - Schlesien  zum Kaiserl.Deutschen  Hochadel . In Preußen wurde  leider unser schlesischer Adel ,verliehen durch unsere Kaiser nicht mehr anerkannt und starb somit aus  . 1794  versuchte Zerboni für die Schlesier aus italienischen und ihre Familien eine  Regelung zu finden, doch Hoyn lehnte die bitten der Schlesier ab, und versperrte vor allem den oberschleischen  Adelsfamilien den Zugang des Adekstitel ab. 

Zerboni war überall in Preußen,Polen und Österreich als Unternehmer, Generäle und Politiker auch unter den Namen Zerboni di Sporetti bekannt . 

 Zeitungsberichte aus Oberschlesien einer  anderen Linie " Von Zerboni die Sposetti

Zerboni in Gleiwitz 1926Zerboni in Gleiwitz 1926

 Einweihung des Ulanen Denkmals am 25.6.1926 .Major von Zerboni 

 

 Ermittlung nach einem Mörder. 1a VI 4/456 . Am 3.Mai 1921 ist in Retzitz der daselbst ansäßige Major a.D.  Bolko von Zerboni die Sposetti  von dem Arbeiter  Paul Piechatzek aus Nieder Schwirklau Kreis Rybnik , ermordet worden.  Der Mörder ist flüchtig . Ich fordere zur Nachfoschung nach dem Täter auf und  sihere eine Belohnung von 5000 Mark  demjenigen zu, der den Täter ergreift, sodass gerichtliche  Bestrafung erfolgen kann. 

1910 hat Von Zerboni zusammen mit Bombrowsky  eine Staats - Lotterie in Beuthen,Bahnhofstraße 36

Nachdem ich schon in meiner ersten Forschungsarbeit über Oberschlesien in anderen Städten und Gemeinden in Oberschlesien auf , italienische,ungarische,polnische,französische ,tschechische etc. Familiennamen gestoßen bin, bin ich besonders auf die Italiener aufmerksam geworden. 

So beschäftige ich mich mit den italienischen Familien , die im Laufe des 18.Jahrhunderts in Schlesien und in ganz Deutschland  eingewandert sind.

In Neiße also konnte ich 13 solcher aus Oberitalien Provinz Como eingewanderter Familien feststellen, die zwischen 1662 bis 1780 nach Neiße,  und Nachweisbar fand ich 7 Familien , die dem Handwerker und dem Krämerstand angehörten .  Die Zeiten der Einwanderung, Geburten,Heimat - und Sterbedaten lassen sich heute aus den kirchlichen Kirchenbüchern im staatl. Archiv Opole, ( vorm.Oppeln ) in der Ul. Samkowa 2 , finden. 

Auch in Wroclaw ( vorm. Breslau in Niederschlesien ) treten eine ganze Anzahl  Italiener in diesem Zeitraum auf und es ist anzunehmen , das auch in anderen Städten außer Neisse, Oppeln, Breslau und Gleiwitz  in Schlesien die Italiener sich Eingang in die Bürgerschaft und den Kaufmannsstand im 18.Jahrhundert verschafften. 

Als einer der letzten erscheint unter den italienischen Kaufleuten in Neisse der Name Croce.  Franz Croce (3) als Faktor in der Pinoschen Handlung in Neisse erwähnt. Er war am 1.März 1731 in Terntino bei Como als Sohn eines Bäckers und Gasthausbesitzers geboren.  Wie so viele seiner jungen Landsleute suchte er sein Glück in Oberschlesien, kam 1745/46 nach Breslau als Diener bei Franz Xaver Bianchi . Später lernte er von 1747 bis 1751 in Berlin bei der Firma Johann Buzzano. Der Handgeschriebene Lehrbrief ist noch im Archiv erhalten und ein wertvolles Stück aus dieser Zeit.  Seine Ausbildung genoß der junge Italiener unter anderen bei Benazzo und Cattanecio in Berlin und bei Andreas & Co in Breslau.

Während seiner Tätigkeit bei der Firma Pino in Neisse, legte er den Grund in Neisse.

Pino besaß schon im Fürstentum Neisse ein Rittergut in Oppersdorf , eine Wiese in Konradsdorf und das Freigut mit Wassermühle in Zaupitz bei Giesmannsdorf bei Neisse.  Pino ist also aus der Lombardei Provinz Como  in Neisse eingewandert, und wurde 1721 geadelt.1728 für seine Verdienste auch in Böhmen, in Wien 1776 mit dem Prädikaz ,, Von Friedenthal "  Er war seit  den 30.Juli 1710 mit Maria Franziska , geb.Pino verheoratet .

Seine Söhne waren , Joseph Maria Pino von Friedenthal,( geb. 16.Juni 1722, gest.am 9.Jan.1785 ) , K & K, Militärrat a.D. in Brünn. und Jakob Felix de Pino,  Ritter von Friedenthal und Rittmeister a.D., verheiratet mit einer geb. Trattenberger von Trattenberg ( Berger und Berg ) . Josef und Jakob wurden beide in den böhmischen Freiherrenstand erhoben.

Von Joseph stammt die erste, und von Jakob stammt die zweite Linie der Freiherren von Friedenthal her, er war der Besitzer der Güter in Oppersdorf und Zaupitz bei Giesmannsdorf ab.

Karl von Friedenthal gründet  1817  auf dem Gelände seiner geerbten alten Wassermühle und auf dem ursprünglich landwirtschaftlichen Betrieb mit Brennerei die Friedenthal - Giesmannsdorfer Fabriken.

Im Jahre 1850 baute er das Werk aus , der spätere Inhaber war Staatsminister . Dr. Rudolf Friedenthal . Seit 1900 war er der neue Inhaber der Pinschen , Ernst - Karl von Friedenthal - Falkenhause. Seit 1921 G.m.b.H., mit einer bebauten Grundfläche von 26150 qm, eigenes , Wasserwerk in Zaupitz, hinzugekommen sind, Malzwerk, Sprittfabrik,  Kartoffelflockenfabrik, Keramikfabrik  mit Ziegelei, Mahl -und Schrotmühle, Likördestillation,  Elektrizitätswerk u.s.w.

 

Giesmannsdorfer Fabriken Giesmannsdorfer Fabriken

 

Pino von FriedenthalPino von Friedenthal

 

 

 

 

( Pino )   Karl Rudolf  Friedenthal

geboren am 15.November 1827 in Breslau, gestorben am 7.März 1890. Hatte das Gymnasium in Neisse von 1839 bis 1844 besucht, er studierte in Breslau,Heidelberg und Berlin. Ab 1856 wurde er zum Bezirksabgeordneten in Neisse gewählt, und 1857 sogar als Abgeordneter des Preußischen Landtag erhoben . Er war Verwalter der Friedenthal - Giesmannsdorfer Fabriken bei Neisse. Karl Rudolf Friedenthal möchte Bismarck nicht und lehnte den preußischen Adelstitel ab, schrieb sich danach nicht mehr mit Von.

 

 

                                Pino Italia

 

Zurück zu Croce !

 Namensbedeutung , Santa Croce - Florenz 

Karl CroceKarl Croce

 

Im Jahr 1935 feierte nun die Firma Croce das 175 jähriges Bestehen. Eine lange Zeit , reicht zurück zur Gründung in die Regierungszeit Friedrich den Großen zurück. 

Nur wenige Firmen können sich in Schlesien eines solchen Alters rühmen, und ganz verschwindend an Zahl sind die Firmen, die in dieser Zeitspanne in unveränderten Besitz einer Familie geblieben sind.      Ein Croce gründerte 1762 das Unternehmen, sein Bruder führte es weiter, und dann folgte dem Vater der Sohn, der Enkel und so weiter bis auf die fünfte Stammfolge die Leitung des Geschäfts Paul Croce 1935 hatte. 

 

 

175 Jahre ist die Firma mit der oberschlesischen Hauptstadt Neisse innig verbunden, in ihren Mauern erlebte das Haus friedliche und kriegerische Zeiten , wirtschaftliche Auf - und Abgänge. Allen Gewalten zum Trotz hat sich die Firma bis auf das Jahr 1935 durchgesetzt, und die Geschichte des Handelshauses Croce bedeutet gleichzeitig ein Stück Handelsgeschichte und Multi Kulti in der Stadt Neisse in OS.

Noch auf andere Weise war die italienische Firma mit der Stadt verbunden. Fast alle Inhaber hatten auch ihre Kräfte in den Dienst der Allgemeinheit, sie waren als Stadträte tätig und wirkten in den verschiedensten Ausschlüssen im öffentlichen Leben mit .

Das Haus in Neisse, Ring Nr.14 .

An der Buttermarktseite des Ringes in Neisse, Ecke der Pilzgasse, stand vor 1935 ein dreieckiges Haus, das durch seine Breite gegenüber den anderen Häusern aufgefallen ist. Schmucklos und einfach war die Hausfront, und  das Grundstück besaß auch keinen schönen, alten noch vielfach in Neisse erhaltenen Renessoncegiebel ,, Anton Croce,, stand in goldenen Buchstaben auf einer schwarzen Tafel über den Ladeneingang.  Rechts der Eingangstür war ein hohes dreieckiges Fenster zu sehen, über dem in einem Schild die Jahreszahl 1762 und 1777 zu lesen stand. In seiner alten Gestalt bildete dieses Geschäft einen auffallenden Gegensatz zu seiner mit modernen Schaufenstern ausgestatteten Nachbarschaft.

Betritt man das Geschäft, so findet man auch im Inneren die alten Formen gewahrt. An einem Langen Ladentisch werden die Kunden noch  auf italienisch begrüßt und freundlich bedient, über den Tisch erblickt man den altertümlichen schmiedeeisernen Galgen mit Tüten und Beuteln behangen und an der Rückwand die vielen mit schrauben Porzellanschildern versehenen Schubladen . Neben dem Laden liegt das geräumige , helle Kontor. Hier geben Kunden ihre Bestellungen auf, Reisende legen ihre Warenproben vor, Schreibmaschinen klappern, Preise werden angefasst, kurz , herrscht das rege geschäftliche Treiben eines Großhandelskontors. 

Oft mögen die Waren in diesen Lagerräumen gewechselt haben , aber dem ganzen Haus haftete noch bis 1935 der süßlich herbe Geruch  nach Süden an, der den Kolonialwaren eigentümlich und traumhaft  war.

Es lohn sich , jetzt einen kurzen Blick auf die Geschichte des Hauses zu werfen. Schon bei der äußeren Betrachtung gewinnt man infolge der Breite und eines in der Mitte emporstehenden Pfeilers den Eindruck, dass der Bau früher aus zwei Häusern bestanden hat. Es war das Grundstück an der Ecke der Pilzgasse und das Grundstück Nr. 37, das zwischen ersterem und der privilegierten Stadtapotheke lag. Betrachten wir nun die Geschichte der beiden Häuser getrennt, deren Gründung und älteste Geschichte in tiefsten Dunkelen gehüllt sind.

Aus den Grundbüchern beim Amtsgericht Neisse geht hervor, das im 17.Jahrhundert die Herrschaft Falkenberg in Besitz des Hauses 38 war. Es diente wahrscheinlich den Grafen als Stadthaus und Absteigequartier. Anna Katharina von Zierotin, geborene von Dalweg, Erbfrau der Herrschaft Falkenberg und Tillowitz ( gest.1669 ), Witwe des Grafen Bernhard von Zierotin ( gest.1655 ), ( sein Vater war Siegfried Erdmann Freiherr von Zierotin, Erbherr der Herrschauft Falkenberg und Tillowitz ,er basaß 10 Brotbänke in Falkenberg die 1582 im Rauf aufgegangen sind . Der Grundherr von Falkenberg vergab seinen Bäckern und Pfefferküchlern in Falkenberg neue Rechte und Privilegien , Privileg Nr.9. von 10, darf  der Pfefferküchler keine geschmierten Kuchen backen  , er ist  berechtigt,  Mehl und Gries zu verkaufen  ) , seine Witwe also verkaufte am 27.Januar 1665 das Haus an den Grafen Ludwig Maximilian von Hoditz für 800 schlesische Taler.       Aber schon am 22. Oktober 1665 kaufte Anna Katharina von Zierotin durch ihren Bevollmächtigten das Haus von dem Grafen für die gleiche Summe zurück. Es ist anzunehmen, das die Zahlungsbedingungen nicht eingehalten wurden. Die Herrschaft Falkenberg blieb also weiter im Besitz des Hauses, und erst ein Enkel der Anna Katharina, Franz Ludwig von Zierotin ( gest.1731 ) verkaufte am 27.Juni 1728 das Haus an den bürgerlichen Bäckermeister Biener für 3100  Gulden. Das Kaufgeld wurde bar bezahlt. 

Das Haus besaß 8 Biergerechtigkeiten , d.h. der jeweilige Besitzer durfte nach dem Recht des Bierbrauers im Laufe des Jahres und bestimmter Zeit eine gewisse Menge Bier brauen. Jedes Brauberechtigte Haus besaß damals seine eigenen Fässer und Braugeräte, und die Herstellung des Bieres wurde einem der in der Stadt Neisse ansässigen Braumeister übergeben. Der Absatz des Bieres lag fest, den die Schankwirte der Stadt in der umliegenden Dörfer durften nur das in Neisse gebraute Bier verschenken.

Die Witwe des Andreas Biener verkaufte das Haus am 13.Februar 1743 an den Bürger und Bäckermeister Georg Hoffmann für 2500 schlesische Taler, der die Hälfte bar bezahlte und den Rest als Hypothek eintragen ließ. Hofmann ist bei Biener Geselle gewesen und hatte bereits im Jahr 1742 die Brotbank seines Meisters erworben. Er war später der Rebenälteste des Bäckermeisters, also eine geachtete Persönlichkeit. Das Haus reichte schon damals mit dem Rebenhaus bis an den Bielekanal.

Von Georg Hoffmann erhielt sein Schwiegersohn Anton Croce das Haus als Mitgift. Der Kaufvertraf wurde am 21.Juli 1777 mit dem Wert von 2000 Rtlr, abgeschlossen. Die Angaben über das Haus 37 reichen nicht so weit zurück. Nach einer Bemerkung in den Grundakten des Hauses 38 muss der Besitzer im Jahr 1665 ein Christoph Pietsch gewesen sein. Den schon früher erwähnte Graf Ludwig von Zierotin verkäufe am 9.Juni 1729, das Haus, welches die Gerechtigkeit von 7 Bieren besaß, für 1200 Rtlr. an den Bürger und Fischhändler Michael Bader. Wahrscheinlich ein Sohn des letzteren, Ignatz Bader, erwarb am 17.August 1739 zwei weitere Biere und zwar eins vom Grundstück 10, das andere von Grundstück 69, jedes mit 24 Scheffeln Weizen zum Preis von 110 schlesische Talern für ein Bier.

Als weitere Besitzer nennt das Grundbuch Kanonikus Ignatz Fiedler und den Pfefferüchler Josef Meyer, der seit Anno 1660 nach Georg Klehr als einziger in Neisse  Pfefferkuchentische besaß, Pfefferküchler J. Meyer verkaufte das Haus am 1.Mai 1777 für 750 Rtlr. dem Züchnermeister Ignatz Koch. Letzterer besaß eine Biergerechtigkeit, die er vom Grundstück 390 für 40 Rtlr. erworben hatte, seinen neuen Eigentum zuschreiben, so das auf dem Haus 37 jetzt 10 Biergerechtigkeiten lagen.

 

 Friedrich von Sallet, Neisse OS.Friedrich von Sallet, Neisse OS.

 

Im diesem Haus 37 ist der Dichter, Friedrich von Sallet den 20.April 1812 geboren, eine Tafel befand sich bis 1858 außen, das Geburtshaus war nicht das Eckhaus , sondern das Nachbarhaus, Kaufmann Croce besaß 2 Häuser, das kleinere, nach der Apotheke zu,war das Geburtshaus Sallets, dessen Schwester ,Sophie Friederike von Buchs, geborene von Sallet, am 12.Deuzember 1781 geboren, und am 15.Februar 1844 gestorben ist. 

 

 

      Friedrich von Sallet Neisse

 

Friedrich v.Sellets

Geburtshaus in Neisse 

In diesem Hause ist der Dichter Friedrich v.Sallet den 20.April 1812 geboren

 

 

 

 

Der Bürger und Sonnenbaudenbesitzer August Fiedler ist Besitzer ab 1791, seine Witwe verkaufte dann das Grundstück am 7.August 1809 für 2600 Rtlr., dem Kürchnermeister  Josef Deutscher. Die lange Reihe der Eigentümer wurde nun durch die Veräußerung , die der Sohn der Obigen am 29.September 1854 vornahm, geschlossen, als er für 6000 Rtlr. bar ausgezahlt wurden.  Nun sind beide Häuser im Besitz der Familie Croce. Ein Stich von Michael von Großmann aus dem Jahr 1838 zeigt die Häuser mit ihren schönen Giebeln, jedes Haus mit 3 Fenster Fronten.

Denkmal Croce AntonDenkmal Croce Anton

Denkmal:

Anton Croce

gest.18.3.1790

Alter 65 Jahre

Marland war sein Vaterland

Johanna Croce

geb.Hoffmann.

Tochter. vereh.Beyer

Anton Croce, als Sohn.

Benedikt Beyer

Schwiegersohn

 Hier verkürzt . Herr Anton Croce, Kaufmann zu Neisse. Er starb den 18.3.1790 an der Brustwasserkrankheit ( Lungenentzündung ), im Seinem 65 Jahre. Italien ( Mayland ) war sein Vaterland, welches er in seiner Jugend verließ und nach Schlesien kam, nehmlich im Jahr 1775.

Die Stadt

Neisse,Ring , 1838.Stick Michael v.GroßmannNeisse,Ring , 1838.Stick Michael v.Großmann

 

Neisse, RingNeisse, Ring

Neisse, Stich von Michael von Großmann 1838, unten Ring 1910. Rechts die Häuser 37,38,239

 Schon 1855 unternahm der neue Besitzer einen großzügigen Umbau. Das Haus 37 wahrscheinlich ganz abgerissen , neu aufgebaut und das Haus 38 in der Höhe der Stockwerke angepasst. Im Erdgeschoß entstand ein Laden , der vermietet wurde. Leider wurden  bei diesem Umbau die schönen Giebel abgetragen und über de, neu entstandenen dritten Stockwerk ein flaches Dach angelegt. In dieser Gestalt blieb das Haus bis es von den Russen gesprengt wurde, der bisherige Eingang zu einem Kontorraum ausgebaut, und ein neuer Hauseingang durch das bisherige Kontor von der Pilzgasse aus geschaffen.

Die aus Italien stammende Kaufmannschaft brachte Neisse voran, es wurde zur Brücke zwischen Ost -und Westeuropa. Als in der habsburgerischen Monarchie , Polen, Ungarn, Siebenburgen, Kroatien, Mähren ,Schlesien ,Krakau und Italien eine Einheit war, einer Zeit der oberschlesischen Blüte.

Der Handel der italienischen Kaufleute erstreckte sich hier wohl in hier Hauptsache auf Garn , Wolle, Leinwand, Gegenstände, die in der Gegend in großer Menge und besonderer Güte erzeugt wurden. Die aufgekauften Waren wurden nach Italien, Holland, Ungarn abgesetzt und dafür hübsche Tücher, Spezerei  und Materialwaren für den Eigenbedarf eingeführt. Daneben trieben aber die Neisser Kaufleute mit ihren Waren einen umfangreichen Durchgangshandel, dem die Stadt nur als Umschlagsplatz diente. Für diesen Handel zeugen die geräumigen Häuslerkeller am Ring, die am Buttermarkt bis unter dem Bürgersteig gehen und dort einen Ausgang besitzen.

Diese Ausgänge waren gedacht für den bequemen An -und Abtransport von Stapelgütern, wie sie Wein und sonstige Fasswaren boten. 

Der 20.Juli 1762 gilt als Gründungstag der Firma Croce.

Erst am 22.Juli 1766 gelang es dem neuen Reichskamer, ein Haus zu kaufen, und damit die Ausnahmebedingungen der Bruderschaft voll zu erfüllen. Das Haus hatte die Nummer 417, lag an ,, Grütze Markt,, später Kirchplatz 2, kostete 620 Rtlr. Da es ungünstig zu seinen Reichkam lag, pachtete Karl Franz Croce am 16.März 1768 von dem Ladenbesitzer Ferdinand Emanuel von Berg das Haus Nr. 239,Ring, Ecke Pilzgasse auf 3 Jahre und verlängerte zweimal diesen Mietvertrag bis 1777. Das Haus lag seinen Reichkram gegenüber , hier wohnte er und hatte wohl auch da seine Lagerräume.

Dank seine Kenntnisse und Tätigleit muss sich das Geschäft gut entwickelt haben, in den Inventurbüchern der Firma Molinari in Breslau , erscheint die Firma Croce im Jahr 1769 mit einem Soldo von 95 Rtlr., und im Jahr 1775 mit 579 Rtlr. Für die günstigen Geschäfte sprechen auch die kurz hintereinander abgeschlossenen Kauf -und Pachtverträge der Häuser, sowie eine Reise nach Italienim Jahr 1774 zum Besuch der Eltern.

Karl Franz Croce starb unverheiratet am 16.September 1775. In seinem Testament vermerkte er die Summe von 4200 Rtlr. seinen Eltern , Brüdern,Bekannten , auch das spricht für das erworbene Vermögen, und setzte zum Universalerben seinen Bruder Anton ein.

Anton Croce, Inhaber 1775 - 1809, war in Tavernice bei Como am 27.Oktober 1745 geboren, kam auf Anregung seines Bruders nach Neisse in Oberschlesien, reiste auf eigene Rechnung mit Galanteriewaren durch Deutschland, Preußen , Polen. Nachdem er sich 1774 mit seinem Bruder ausgesöhnt hatte, erreichte ihm die Nachricht von dessen Tod während einer Reise nach Italien. Nach der Umschreibung von Haus, Reichkamer auf den Namen des Erben wurde dieser am 1.Oktober 1775 in die Reichkrammerinnung aufgenommen, und zwei Tage darauf erhielt er das Bürgerrecht.

 

Das Geschäft wuchs weiter, und als  Anton Croce nach 34 jähriger Tätigkeit am 1.Oktober 1843 seinen zweitältesten Sohn die Handlund übergab, konnte er mit Stolz auf sein Lebenswerk zurückblicken.   Das Unternehmen stand gesichert und war weit über die Landesgrenzen bekannt und geachtet. Seine Frau Alosia geborene Diettrich, war eine Arzttochter und schenkte ihm 10 Kinder. Am 23.November 1853 beschloß Anton Croce sein arbeitsreiches Leben, während seine Gattin ihm ein Jahrfrüher durch den Tod entrissen wurde. Die Nachfolger Karl Heinrich Croce, Inhaber 1843 -1872 , war erst 25 Jahre alt, als ihm sein Vater das Geschäft übergab. In Neissse am 14.Juli 1819 geboren, besuchte er zwei Jahre das Gymnasium, um dann seine kaufmännische Lehrzeit in väterlichen Geschäft durchzumachen. Nach einer längeren Reise durch Deutschland, die Schweiz, Österreich erweiterte er seine Kenntnisse bei der Firma August Lindaner in Breslau .Schon am 22.August 1849 heiratete er Maria Kattner und lebte mit ihr in einer glücklichen , mit zehn Kindern Ehe.

Hier möchte ich noch ein Mann erwähnen, der als Reisender und Vertreter des Chefs sich große Verdienste um die Firma erworben hat. Wilhelm Höflich , in Ratibor geboren, war vom Jahr 1862 bis 1877 als Reisender und später als Prokurist in der Großhandlung tätig. Er vertrat den Chef in Abwesenheit und Krankheit. Nach dem Tod desselben führte er das Geschäft von 1872 bis 1877 für Rechnung der Erbengemeinschaft weiter.

Im Alter von nur 48 Jahre, war Anton Croce ,Rittergutsbesitzer und Landesältester ,mit wohhaft in Johnsdorf Kreis Grottkau .

Als Trauzeuge.Bei dem Schuhmachermeister  Joseph Clemenz geboren am 25.2.1852  in Laßewitz, und dessen Braut. Ottilie Otte, geboren am 25.1.1850 in Patschkau, Tochter des Maurers , Anton Otte.

( Standesamt , Lobedau Kreis Grottkau , den 4.5.1879 ,Eheschließung Joseph Clemenz-Ottilie Otte )

Im Alter von 24 ½ Jahren übernahm dann Karl Croce , Inhaber 1877 -1920 am 5.November 1877 die Großhandlung für eigene Rechnung. Er war am 30.Januar 1853 geboren , erhielt 1870 die Berechtigung zum einjährigen Militärdienst, war darauf ½ Jahr bei seinem Vater und 2 ½ Jahre bei der Kolonialwaren Großhandlung von Theue & Richter in Stettin  als Lehrling und zur Ausbildung bei einer Hamburger Großfirma tätig. Nach Ableistung seiner militärischen Dienstpflicht übernahm er wie oben erwähnt die Großhandlung und heiratete 1882 Maria Bayer, einer Tochter des Neisser Kaufmannes , Julius Bayer .  Der Ehe entsprossen fünf Kinder, von denen zwei im jugendlichen Alter starben.

Hugo Neumann trat am 1.Juli 1893 als Detaillist in das Geschäft ein, übernahm am 1.April 1896 den Posten des Reisenden, den er mit Fleiß und Umsicht zur Zufriedenheit ausfüllte, bis er am 28.Februar 1901 an einer Blinddarmentzündung verstarb.

Josef Reinelt , geboren in Vidnava ( vorm.Weidenau Österreich-Schlesien) am 23.August 1876, war 5 Jahre lang als Kontorist und Lagerist bei der Firma tätig, ging dann für 2 Jahre zur Niederlassung der Giesmannsdorfer  Fabriken in Neisse und kehrte 1902 zur Firma Croce zurück, wo er den Posten des Reisenden übernahm. Er war ein tüchtiger Kaufmann, erhielt später Prokura und verstand es durch sein freundliches, liebenswürdiges, Wesen, sich die Zuneigung und Wertschätzung der Kunden zu erwerben. Den Weltkrieg I. machte er in österreichischen Diensten als Kompaniefeldwebel mit. Nach dem Tod von Karl Croce war Josef Reinelt dem Nachfolger, der die Handlung von 1.April 1920 bis 31.Dezember 1924, für Rechnung der Erbengemeinschaft führte, eine wertvolle Stütze. Aber auch nachdem Josef Croce das Geschäft selbst übernommen hatte, blieb er dem jungen Chef treu, und in vorbildlicher Pflichterfüllung schaffte Josef Reinelt für die Firma, bis er nach kurzer Krankheit am 13.September 1927 im Alter von 52 starb.

 

Oppeln  

 

Oppeln , Ring 1945Oppeln , Ring 1945 

Über die 8 Italiener in Opole ( vorm. Oppeln ) in Oberschlesien fand ich so einiges raus "

Nach den bourbonischen - habsburgerischen Krieg um die Provinz Como mit Spanien  , fiel ich die Namen in Oppeln.

Diese 7. interessante Namen 

1. Calvi,  2. Peregrin, 3. Petrici, 4. Pletz, 5. Pickuli, 6. Piculi, 7.  Galli, 8. Signo

Es waren wälsche Maurer, die den italienischen Frühbarock in Oppeln  eingeführt hatten. 

Die italienischen Baumeister "

Das älteste der erhaltenen gebliebenen Totenbücher in Opole Archiwu, ab Anno 1701 bis 1742 überliefert den Tod eines gewissen Paole Signo mit folgenden Worten "

Anno 1701 , den 25.Novembus , Paulus Signo , Natione Italus, Civis et Maures Oppoliensis

Vielleicht war Domenico Singe sein Sohn ? , dessen Töchterchen Renata am 17.Juni 1770 in der Oppelner Pfarrkirche beerdigt wurde, und daselbst am 14.November 1714 das Zeitliche segnete. Die beiden diesbezüglich Vermerke im erwähnten Oppelner Begräbnisbuch lauten folgendermaßen.

Anno 1710. den 17.Juni,Renata, Pavula Dominici Signi, Civis et Majroj Oppolinsis.

Söhne des DomenicoSigno sind aller Wahrscheinlichkeit nach Andrea und Domenici Signo gewesen, über welche das erwähnte Totenbuch der katholischen Kirche Pfarrei folgendes berichten. 

Anno 20.Nov.1738, Andreas Signi, vivus hajatis filola Elenora ( gest. 9.12.1741 ). Neben jenen Mitgliedern der italienischen Maurerfamilie Signe war in Oppeln auch ein gewisser Martino Pelegrin, Civis Oppelensis.

Das dieser Martino de Pelegrino, der also auch einer italienischen Adelsfamilie stammte , tatsächlich Maurermeister in Oppeln gewesen ist, bestätigt die pfarramtliche Nachricht von Ableben. Zu ermitteln, ob diese erwähnten vier wälschen Maurer und Baumeister, Poelo Signo der ältere, Dominico Signo der jüngere , Andreas Signo ein weiterer , Domenico Signo und Martin de Pelegrin, die ihren Namen zu urteilen, aus Oberitalien gebürtig gewesen sein scheinen, eine am  Oppelner Piastenschloß und dessen Kappele, ferner in der katholischen Pfarrkirche zu St. Peter und Paul gebaut haben, ob ihnen übrigens Bürgerhäuser mit Barock, b.z.w., Rokokogiebeln  in Neisse und Schkösser auf dem Land zugeschrieben sind, bleibt späteren Nachforschungen von mir vorbehalten. 

Ein gewisser Stuckmeister Franciscus Cigno aus Como ist uns allen bekannt , über seine Arbeiten in der Himmelfahrtskirche zu Neisse gibt es Material. 

Von jenen in Oberschlesien eingewanderten , wälschen Maurer, haben in Zeitalter der sogenannten Renaissance ( 16.Jahrhundert ), b.z.w., Barocks ( zweite Hälfte des 17.Jahrhunderts ), einheimische deutsche und polnische oberschlesische Meister gelernt. So wird in den diesbezüglich Akten neben jenen  erwähnten Italienern ein gewisser Martin Tanzer ( auch Tentscher geschrieben ) erwähnt.    Die beiden von mir erwähnten wälschen Baumeister Domenico Signe, dem jüngeren , Martino Pelegrin und seinen ersten deutschen Fachgenossen Martin Tenzer verdankt die Oppelner,, Freie Innung der Maurer  und Steinmetzen , ihre Begründung. Das geht aus einem ihrer ältesten , mir von Herrn Obermeister Jurek ein Polen in Oppeln zur Durchsicht, nämlich als dem jenem Mittel von hohen Rat der Stadt Oppeln erstellten Privilegien , hervor.

Auch ein gewisser Franz Galli, aus Como in Gleiwitz ist hochinteressant "

Franz Galli , in dem sein Familiennamen im Zenith ihrer wirtschaftichen Entwicklung  in Oberschlesien viel verdankt. 20 Jahre lang Syndikus des Gleiwitzer Klosters .

Sein Sohn der Gleiwitzer Italiener , Abt . Franz Galli  geboren am 13.August 1746 , gestorben am 17.August 1798, war Professor und leitete das Raduner Klosterstift seit dem 25.August 1765. Nicht nur in Ober und Niederschlesien sind die Namen  Galli, Pino,  Zarboni , und Croce in der Film und Politik ein Begriff .

In einem ist das Erbe ihrer  Frömmigkeit  wieder lebendig geworden, in dem das heilige Kollegium nach dem Tod  Bebedukt XV, auf den verwaisten heiligen Stuhl Brief, im Papst Pius XI:, Seine Mutter ist eine geborene Galli , eine Oberschlesierin. Verwandtschaft bestand zwischen Galli, Doms und v. Raczek durch Heirat. Die Familie Doms in Ratibor waren zuletzt die Eigentümer der Erbgüter und Liegenschaften  der Galli .

Franz Galli, Italiener und  wie alle eingewanderten , oberschlesischer Patriot, war Rittergutsbesitzer auf Belk, er hatte Hütten und Gruben in Oberschlesien , war Geldgeber für sein Schwiegersohn,  den Hüttenmeister aus England in Gleiwitz, John Baildon  , oder für das Kloster Rauden immer zur Verfügung gestanden. 

Zu den größten Italienern zählt ohne Zweifel  für Oberschlesien , Giovani Baptista Angelo Graf Ballestro, kurz : Graf Ballestrem, dazu habe ich eine Chronik bei den " Großen Oberschlesiern " zusammengestellt .

 

Sir John Baildon.GleiwitzSir John Baildon.Gleiwitz

 

 

 

 

Sir John Baildon, der Engländer  in Gleiwitz.